Kommentar

Luzerner Regierung soll Anreize schaffen für innovative Firmen

Der Kanton Luzern befindet sich in Bezug auf steuerliche Abzugsmöglichkeiten für innovative Firmen zentralschweizweit am Ende der Rangliste. Deshalb muss die Luzerner Regierung die Entwicklung der Firmen und ihre Steuererträge gut im Auge behalten – und gegebenenfalls schnell reagieren.

Lukas Nussbaumer
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Lukas Nussbaumer.

Lukas Nussbaumer.

Die Bundessteuerreform und die kantonalen Anschlussgesetzgebungen sind seit exakt 50 Tagen in Kraft. Das reicht nicht, um eine aussagekräftige Bilanz über die Folgen der unterschiedlichen kantonalen Regelungen ziehen zu können. Für eine Analyse der von den Zentralschweizer Kantonen gewährten Steuerabzügen ist die Geltungsdauer von Gesetzen jedoch nicht entscheidend. Und diese Analyse zeigt es glasklar auf: In Luzern können innovative Firmen am wenigsten Steuerabzüge tätigen.

Dass grosse Luzerner Unternehmen und zentralschweizweit tätige Steuerberater auf diese Unterschiede hinweisen, ist nachvollziehbar. Denn eine Differenz bei der Gewinnsteuerbelastung von bis zu drei Prozent zwischen Luzern und Zug oder Nidwalden ist mehr als ein Klacks. Es ist für eine Firma ein Grund, Luzern zu verlassen oder gar nicht erst in den grössten Zentralschweizer Kanton zu ziehen.

Die Luzerner Regierung tut deshalb gut daran, die Entwicklung der Firmen und ihrer bezahlten Steuern genau zu beobachten – und je nachdem schnell zu reagieren. Denn so sehr man den immer schärferen Steuerwettbewerb bedauern mag: Für Unternehmen zählt in erster Linie der wirtschaftliche Erfolg, nicht die prächtige Sicht auf den Pilatus oder die Nähe zum KKL und zum Fussballstadion. Zumal die Landschaft in der ganzen Zentralschweiz ihre Reize hat und das Kultur- sowie Sportangebot Luzerns auch aus allen unseren Regionen schnell erreichbar ist.