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Applaus für Balkonkonzerte in Hochdorf

In Hochdorf waren am Wochenende diverse Kleinformationen für einmal in den Quartieren unterwegs. Die musikalische Aufheiterung kam im ganzen Dorf gut an.

David von Moos
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Das Seetaler Saxofonquartett erfreut die Einwohnerinnen und Einwohner eines Quartiers in Hochdorf.

Das Seetaler Saxofonquartett erfreut die Einwohnerinnen und Einwohner eines Quartiers in Hochdorf.

Bild: PD

Viele Musikerinnen und Musiker machen in Zeiten des Coronavirus das Beste aus der Situation – so auch in der Gemeinde Hochdorf. Verschiedene Musikanten aus der Region spielten am Wochenende an über 15 Standorten in der ganzen Gemeinde, das Publikum schaute vom Balkon oder Fenster aus zu.

«Der grosse Applaus von den Balkonen zeigte die Freude der Bevölkerung an den überraschenden Darbietungen», so die Bilanz der Veranstalter, wie es am Montag in einer Mitteilung heisst.

Organisiert wurde der musikalische Anlass mit insgesamt 22 Konzerten vom Gemeinnützigen Frauenverein Hochdorf. «In einer Zeit, in der alle zu Hause bleiben müssen und deswegen viele alleine sind, ist es wichtig, etwas Unterhaltung in die Quartiere zu bringen», so Silvia Brunner vom Gemeinnützigen Frauenverein gegenüber dem Zentralschweizer Fernsehen Tele 1. Unterstützt wurde der Frauenverein durch die Feuerwehr Hochdorf, die sicherstellte, dass Musiker und Zuschauer immer den notwendigen Sicherheitsabstand von zwei Metern einhielten und sich nicht mehr als fünf Personen an Ort und Stelle versammelten.

In Krisenzeiten ist Aufheiterung wichtig

Lob für die Aktion gab es auch von offizieller Seite. «Es hat allen gut getan, den Leuten ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Ein kleiner Effekt mit grosser Wirkung», sagt Daniel Rüttimann, CVP-Kantonsrat und Sozialvorsteher der Gemeinde Hochdorf, auf Anfrage. Gerade auch als Leiter des Krisenstabs sei es wichtig, dass auch mal etwas Aufheiterndes stattfinde. So etwas müsse auch in einer Krisensituation Platz haben. «Und als Gemeinderat macht mich das natürlich auch stolz, solch motivierte und engagierte Bürgerinnen und Bürger zu erleben.»