Kolumne

Apropos: Krise an der Kasse

Zahlen waren schon im Mathi-Unterricht nie ihr Ding. Das räche sich nun – unter anderem beim Einkaufen, sagt Redaktorin Evelyne Fischer.

Evelyne Fischer
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Evelyne Fischer.

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Kontaktlos mit der Karte zahlen, bei Kleinbeträgen gar ohne Pin: wie praktisch. Die Tücken der Technik traten jüngst beim Grosseinkauf zutage. Zwei Taschen waren gefüllt, die Superpunkte registriert, blieb bloss noch das Bezahlen. Kaum war die Karte gezückt, folgte die Frage nach dem Pin.

Nach dem ersten Vertipper ärgerte ich mich über mein Spatzenhirn. Nach dem zweiten Fehlversuch schwante mir Böses. Nach dem dritten verfluchte ich die dumme Eselsbrücke, die offensichtlich keinen Deut wert war. Es kam, wie’s kommen musste: Die Bank verwehrte mir ihre Dienste. Hinter mir: eine Schlange, die länger und länger wurde.

In der Hitze des Gefechts erörterte ich meine Optionen. Bargeld? Mangelware. Kreditkarte? Daheim. Schalter? Geschlossen. Blieb die Hoffnung, der Bancomat würde mich seiner erbarmen. Doch Not hin oder her: Noten gabs auch hier nicht. Gerettet hat mich der Bezahldienst Twint auf meinem Telefon. Um das Handy zu entsperren, braucht's zum Glück nicht Köpfchen, sondern nur den richtigen Daumen.

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