Arbeiter aus dem Osten boomen

Die Personenfreizügigkeit machts möglich: Viele Bauern setzen auf Hilfskräfte aus Osteuropa. Auch weil sie keine Schweizer finden.

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Juraj Sroba (vorne) und Jan Bucha sind aus der Slowakei in die Schweiz gekommen, um Obstbauer Pius Jans aus Gelfingen bei der Ernte zu helfen. (Bild: Jakob Ineichen / Neue LZ)

Juraj Sroba (vorne) und Jan Bucha sind aus der Slowakei in die Schweiz gekommen, um Obstbauer Pius Jans aus Gelfingen bei der Ernte zu helfen. (Bild: Jakob Ineichen / Neue LZ)

Nicht nur Luzern, sondern auch viele andere Schweizer Kantone setzen vermehrt auf Arbeitskräfte aus dem östlichen Europa. «Seit dem letzten Jahr hat dieser Trend stark zugenommen», erklärt Ferdi Hodel, Geschäftsführer des Zürcher Bauernverbands auf Anfrage.

Besonders im Gemüsebereich würden viele Zürcher Bauern auf Saisonniers aus dem Ausland setzen – darunter «sehr viele» aus Polen. Gründe, weshalb die Bauern auf Arbeitskräfte aus dem Ausland setzen, gibt es viele. Der Preisdruck in der Landwirtschaft ist einer davon. Ferdi Hodel nennt einen anderen: «Wenn heute in der Landwirtschaft eine Stelle ausgeschrieben wird, gibt es kaum Schweizer Bewerbungen.»

Viele Einheimische hätten kein Interesse an der Saisonarbeit auf dem Bauernhof. Schweizer suchen in der Regel nach einer Daueranstellung. «Die Ausländer hingegen sind um jeden Job froh, den sie bekommen», so Hodel. Ähnlich klingt es im Kanton Aargau. «Wir stellen den gleichen Trend fest», bestätigt Ralf Bucher, Geschäftsführer des Aargauischen Bauernverbandes.

Auch im Aargau seien es vor allem Gemüsebauern, die auf Ausländer setzen. Bucher hat nur positive Worte für die Hilfskräfte aus dem Ausland übrig: «Die Arbeitsbereitschaft dieser Leute ist in der Regel sehr hoch.»

Rahel Schnüriger

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