ARBEITSMARKT: Dreimal mehr suchen eine Stelle

Die Prognosen sind düster: 2010 sind im Kanton Luzern bis zu 14'000 Leute auf Stellensuche – massiv mehr als zurzeit. Kurzarbeit reicht nicht, um den Auftragseinbruch aufzufangen.

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Mit der steigenden Zahl an Stellensuchenden werden auch immer mehr RAV-Berater benötigt. (Bild EQ Images)

Mit der steigenden Zahl an Stellensuchenden werden auch immer mehr RAV-Berater benötigt. (Bild EQ Images)

Mehr als 14'000 Stellensuchende im Kanton Luzern: Dies sind die neusten Prognosen für 2010 und die weitaus höchsten Zahlen seit 1986. Im Sommer 2008 waren es noch 5500 gewesen.

Viele Firmen konnten Arbeitsplätze bislang mit Kurzarbeit retten – vorübergehend. Doch Kurt Simon, Leiter der Abteilung Arbeitsmarkt beim Kanton, glaubt, dass nicht alle Firmen die zulässigen 18 Monate durchziehen: «Sie führen die Kurzarbeit nur weiter, wenn sie Aussicht auf neue Aufträge haben. Sonst werden sie Angestellte entlassen müssen», sagt Simon.

Mehr Berater
Beim Kanton bereitet man sich auf den Ansturm von bis zu 14'250 Stellensuchenden auf die RAV vor. Im Oktober wollen die RAV entscheiden, wie viele zusätzliche Beraterinnen und Berater per 2010 angestellt werden, voraussichtlich 30 bis 40. Jetzt sind es 97 Berater, vor einem Jahr – vor Beginn der Krise – 65.

Stefan Roschi

Mehr zu diesem Thema lesen Sie am Samstag in der Neuen Luzerner Zeitung.