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ARBEITSPLÄTZE: Gemeinde Kriens soll Gewerbe fördern

Die CVP will mit einer Initiative «attraktive Arbeitsplätze» in die Gemeinde Kriens bringen. Ein Blick über die Gemeindegrenzen zeigt jedoch: Die Umsetzung wird nicht einfach.
Stefan Dähler
Auf dem Andritz-Areal sollen neben Wohnungen auch Gewerberäume entstehen. (Bild: Pius Amrein (Kriens, 1. März 2018))

Auf dem Andritz-Areal sollen neben Wohnungen auch Gewerberäume entstehen. (Bild: Pius Amrein (Kriens, 1. März 2018))

Stefan Dähler

stefan.daehler@luzernerzeitung.ch

Insgesamt 861 Unterschriften sind zusammengekommen. Nötig wären in Kriens für das Zustandekommen einer Initiative 500. «Wir sind sehr zufrieden», sagt daher CVP-Fraktionschef Andreas Vonesch.

Mit der Initiative «Attraktive Arbeitsplätze für Kriens» fordern die CVP und ihre Jungpartei, dass «Rahmenbedingungen für die Schaffung und Erhaltung von attraktiven Gewerbe-, Handwerk- und Arbeitsflächen festgelegt werden». Diese Flächen sollen zentral gelegen und ebenerdig sein. Wenn mehr Arbeits- und Lehrstellen im Ortskern entstehen, rückten Wohnung und Arbeitsplatz näher zusammen. So nehme der Pendlerverkehr ab und die Lebensqualität zu, argumentiert die CVP.

Büros und Wohnungen verdrängen Handwerk

Es sei in Kriens zusehends schwierig geworden, Lager- und Gewerberäume an zentraler Lage mit guter Erschliessung mit genügend Parkplätzen zu finden. «So kommen Gewerbebetriebe gar nicht erst nach Kriens oder sie ziehen weg», sagt Vonesch. Er nennt als Beispiele die Duss Küchen AG, die nach Emmenbrücke gezogen ist, oder die Glas Reinhardt AG, die nun ihren Sitz in Rothenburg hat.

Auf dem Andritz-Areal oder in Luzern Süd sind jedoch schon gemischte Nutzungen geplant. Rennt die CVP mit Ihrer Initia­tive offene Türen ein? Das Projekt auf dem Andritz-Areal stelle tatsächlich einen interessanten Ansatz dar. Aktuell entstünden sonst in Kriens jedoch vor allem Wohn- und Büroräume, so Vonesch. «Die Handwerksbetriebe werden an den Rand gedrängt.» Es brauche auch Flächen für «lärmintensives Gewerbe».

Die Initiative ist in Form einer Anregung formuliert. Sie enthält keine konkreten Massnahmen. «Für die Umsetzung der Forderungen bestehen aus unserer Sicht verschiedene Möglichkeiten», sagt Vonesch. Deshalb habe man bewusst einen Spielraum offengelassen. Welche Massnahmen möglich sind, zeigt ein Blick über die Krienser Gemeindegrenzen. Die Stadt Luzern will im Rahmen der Überarbeitung der Bau- und Zonenordnung unter anderem prüfen, in gewissen Gebieten in Erdgeschossen eine ausschliessliche Gewerbenutzung vorzuschreiben, damit produzierende Firmen nicht durch Büros verdrängt werden. In Horw hat die Gemeinde aufgrund einer SVP-Motion ebenfalls zonenplanerische Massnahmen erarbeitet. Eine davon ist ein Anreiz durch einen Nutzungsbonus bei Neubauten. Ermöglicht ein Bauherr einen hohen Gewerbeanteil im Gebäude, darf dieses ein grösseres Volumen aufweisen. Weiter besteht die Möglichkeit, bei Bebauungs- oder Gestaltungsplänen einen Gewerbeanteil festzulegen oder leere Gebäude zwischenzunutzen.

Der Horwer Gemeinderat bezweifelt aber, dass sich die Verdrängung des Gewerbes ganz ­aufhalten lässt. Ein zentrales ­Problem seien die steigenden Immobilienpreise, und diese könne die Gemeinde kaum beeinflussen. Daher führten die vorgeschlagenen Massnahmen im Einwohnerrat zu Kritik, wurden teils als «zahnlos» bezeichnet. Bessere Ideen hatten die Parlamentarier jedoch auch nicht.

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