Arbeitsvermittlung
Die RAV Emmen, Luzern und Pilatus sollen per 2025 in Kriens zusammengelegt werden

Drei der fünf Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) des Kantons Luzern werden im Jahr 2025 in Kriens zusammengeführt. Die RAV Wolhusen und RAV Sursee bleiben an ihren bestehenden regionalen Standorten.

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Die Organisation und die geografische Zuständigkeit der RAV im Kanton Luzern stammen aus dem Jahr 1996, steht in einer Mitteilung des WAS Wirtschaft Arbeit Soziales Luzern. Seither habe sich viel verändert, wie beispielsweise der Wegfall der Gemeindearbeitsämter. Im Auftrag von WAS-Verwaltungsratspräsident und Regierungsrat Guido Graf hat eine Arbeitsgruppe des WAS wira Luzern die Zusammenführung der Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) geprüft und hat nun beantragt, die drei RAV Emmen, Luzern und Pilatus im neuen WAS-Gebäude in Kriens auf dem Areal «Eichhof West» zusammenzulegen.

Dies soll im Jahr 2025 geschehen. Die Arbeitsplätze bleiben laut Mitteilung erhalten. Zuerst muss der Regierungsrat allerdings den notwendigen Anpassungen in der Verordnung über die Arbeitslosenversicherung und den Arbeitslosenfonds zustimmen. Er wird voraussichtlich im Dezember 2021 darüber beraten.

Bisher waren die Stellensuchenden aus der Stadt Luzern und der Agglomeration gemäss Mitteilung den RAV in Luzern und Emmenbrücke zugewiesen. Das RAV Pilatus befindet sich seit 2021 im selben Gebäude wie das RAV Emmen. Die Zusammenführung der drei Standorte stellt den nächsten Schritt in dieser Entwicklung dar. Die beiden übrigen Standorte in Sursee und Wolhusen bleiben bestehen. Sie decken weiterhin das Angebot für einen grossen Teil der Luzerner Landschaft ab.

Pandemie hat Digitalisierung vorangebracht

Im Rahmen der Coronapandemie wurden physische Kundenkontakte reduziert und durch digitale ersetzt, ist der Mitteilung weiter zu entnehmen. Die Erfahrungen aus dem daraus entstandenen hybriden Beratungsprozess seien positiv und «bestärken die Verantwortlichen, den eingeschlagenen Digitalisierungsweg fortzusetzen». Künftig erfolgen RAV-Anmeldungen, die Angebotsvermittlung und Beratungsgespräche verstärkt standortunabhängig auf digitalem Weg, wodurch Reisezeiten für die Klientinnen und Klienten entfallen und Mietkosten gespart werden können.

«Heute erlauben erprobte digitale Mittel kundenfreundliche und zielführende Beratungsprozesse», lässt sich Martin Bucherer, Leiter WAS wira Luzern, in der Mitteilung zitieren. «Von dieser räumlichen Zusammenführung profitieren auch die RAV-Zentren, die organisatorisch ans WAS wira Luzern angegliedert sind», wie sich Karin Lews, Bereichsleiterin Arbeitsmarkt WAS wira Luzern, zitieren lässt. (lil)

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