Architekt wegen mehrfachen Betrugs verurteilt

Er schrieb fingierte Rechnungen und schädigte so seinen Arbeitgeber um 70'000 Franken. Jetzt wurde der 48-jährige Luzerner Architekt zu einer Geldstrafe von 104'000 Frankken verurteilt, allerdings nur bedingt ausgesprochen.

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Ein 48-jähriger Luzerner Architekt wurde vom Luzerner Kriminalgericht wegen versuchten Betrugs, mehrfachen Betrugs und mehrfacher Urkundenfälschung zu einer bedingten Geldstrafe von 104'000 Franken verurteilt, bei einer Probezeit von zwei Jahren. Dem Beschuldigten wurde vorgeworfen, 2013 und 2014 das Architekturbüro, für das er tätig war, mittels falscher Rechnungen um rund 70 000 Franken geschädigt zu haben.

In seiner Funktion als Projektleiter von mehreren Überbauungen soll er Rechnungen von Subunternehmern visiert und zur Bezahlung weitergeleitet haben, im Wissen darum, dass die Firmen für die Projekte gar keine Leistungen erbracht hatten (Ausgabe vom 23. Oktober 2018).

Er wollte angeblich einem Kollegen aus der Patsche helfen

Der Beschuldigte gab den Sachverhalt zu, bestritt aber jegliche deliktische Absicht. Akonto-Zahlungen oder Vorauszahlungen seien üblich. Er habe damit einem Kollegen aus der Patsche helfen wollen, dieser hätte den ausbezahlten Betrag später abarbeiten können. Der Beschuldigte muss die Verfahrenskosten von 6500 Franken tragen. Seinem ehemaligen Arbeitgeber schuldet er eine Parteienentschädigung von 5000 Franken. Gegen das Urteil wurde Berufung angemeldet, es ist noch nicht rechtskräftig. (sda)