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ARCHIVBILD: Der kleine Bub wurde Fahrlehrer

«Der Knirps im kleinen Fahrzeug hatte eben einen Cisitalia abgehängt und dafür von den Zuschauern viel Applaus geerntet», schrieben wir am Mittwoch. Nun hat seine Schwester den Bub wiedererkannt.
Bild: Archiv Luzerner Zeitung (Luzern, 31. Juli 1948)

Bild: Archiv Luzerner Zeitung (Luzern, 31. Juli 1948)

In unserer Zeitung zeigten wir am Mittwoch auf Seite 26 ein Archivbild von einem Old­timerauto-Schaufahren 1948 am Schweizerhofquai in Luzern. Dabei fährt ganz vorne ein Bub stolz mit seinem eigenen kleinen Auto mit. Jetzt ist jetzt klar, wer der kleine Autofahrer war, nämlich der damals 5-jährige Bruno Burri. Seine Schwester, die heute 83-jährige Lydia Renggli-Burri, hat ihn sofort erkannt und sich am Mittwoch bei unserer Zeitung gemeldet.

«Das Auto hatte unser Vater Josef Burri 1936 auf seinem Küchentisch gebaut», erinnert sie sich. «Es war ein richtig schönes Tretauto aus Metall, mit echten luftgefüllten Reifen.» Josef Burri war Mechaniker und Autoexperte. Seine Söhne Josef und Bruno gründeten später an der Sempacherstrasse in Luzern eine Fahrlehrer-Berufsschule. Beide waren als Fahrlehrer tätig und fuhren daneben auch hobbymässig Autorennen. Sie sind inzwischen gestorben. Eliane Burri, die Tochter von Josef Burri junior, führt die Tradition heute mit ihrer Fahrschule weiter.

«Eine Ehrendame mit grossem rundem Hut»

Der kleine Bruno schrieb nach dem Oldtimer-Anlass einen Schulaufsatz. Er sei mit seinem Vater und seinem «Trampi-­Auto» dem Quai entlanggegangen, als sie die «Auto-Konkurrenz» vor dem Hotel National ­sahen. Da sein Vater den Organisator, Herrn Fischer, kannte, durfte Bruno sich «der Kolonne anschliessen». Vor der Tribüne am Schweizerhofquai habe sich dann «eine Ehrendame mit grossem rundem Hut» über ihn gebeugt. Danach sei ein Fotograf gekommen und habe ihn fotografiert. Der Aufsatz endet so: «Zwei Tage später war ich fast in allen Zeitschriften und Zeitungen abgebildet.» Klein Bruno erhielt für seinen Aufsatz die Note 6.

Wer das elegante Mannequin auf dem Foto von 1948 ist, weiss Lydia Renggli nicht. Passend zum Anlass kann man sie vielleicht als eine Art schicke Vorläuferin der heutigen Formel-1-Boxengirls bezeichnen.

Was ist aus dem Auto geworden?

Doch was ist aus dem mit viel Können und Liebe hergestellten Tretauto geworden? «Heute muss ich sagen, dass es eigentlich ins Verkehrshaus gehörte», sagt Lydia Renggli. «Aber leider ist es irgendwann verschwunden.» Wer weiss, vielleicht kann jemand, der diesen Artikel liest, ­einen Hinweis liefern? (hb)

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