Armee-Flüge sorgen für Ärger

Im nächsten Jahr fliegt die Armee wieder über der Biosphäre. Justizdirektorin Yvonne Schärli ist sauer und will Bundesparlamentarier mobilisieren.

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Die Unesco Biosphäre oberhalb von Schüpfheim, aufgenommen 2009. (Bild: Boris Bürgisser/Neue LZ)

Die Unesco Biosphäre oberhalb von Schüpfheim, aufgenommen 2009. (Bild: Boris Bürgisser/Neue LZ)

Ab dem 6. Januar trainieren wieder Militärpiloten über der Unesco Biosphäre im Entlebuch. Der Bund hat den Luftraum Hohgant zwischen Thun, Sustenpass, Buochs und Wolhusen für Trainingsflüge von Propellerflugzeugen des Typs PC-21 festgesetzt - auf unbestimmte Zeit. Geflogen wird jeweils von Montag bis Freitag «zu Bürozeiten», wie das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) mitteilt. Nachtflüge finden nicht statt. Auch der Luftraum Speer im Raum Glarus-Liechtenstein-Urnäsch-Schänis wurde für PC-21-Flüge definiert. Ein dritter Luftraum in der Region Jura-Neuenburgersee besteht bereits für PC-21-Trainingsflüge.

16 Fluglektionen pro Tag

«Durchschnittlich werden pro Tag 16 Lektionen zu 30 Minuten geflogen, verteilt über die drei Lufträume, die bereits bisher vom Militär genutzt wurden», sagt Jürg Nussbaum von der Schweizer Luftwaffe.

Justizdirektorin Yvonne Schärli ist von der Art des Vorgehens vor den Kopf gestossen. «Wir wurden vom Bazl an einen runden Tisch eingeladen. Allerdings wurde nicht verhandelt - wir wurden vor vollendete Tatsachen gestellt.» Luzern sei nicht generell gegen Militärflüge - so stehe man etwa hinter dem Flugplatz Emmen. «Aber im Gegenzug sollte man auch Verständnis für unsere Anliegen zeigen.» Das Entlebuch sei eine Region, die es nicht einfach habe und auf Tourismus in einer ruhigen Umgebung angewiesen sei.

Luzia Mattmann

Karte vom Trainingsgebiet

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Luzerner Zeitung.