Artisten präsentieren im Circus Nock ein spritziges Zirkusprogramm

Ab Freitag gastiert der Circus Nock in Sursee und nächste Woche in Luzern. Das Programm «Bravo bravissimo» bietet ein breites Spektrum an traditioneller Zirkuskunst – und Millimeter genaue Choreografien.

Yvonne Imbach
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Artistin Melany Lester Dalton verzaubert im Circus Nock mit ihrer Wasserakrobatik. (Bild: PD)

Artistin Melany Lester Dalton verzaubert im Circus Nock mit ihrer Wasserakrobatik. (Bild: PD)

Zum 158. Mal reist der älteste Schweizer Zirkus seit Mitte März durch das Land. Ab dem 19. Oktober zeigt der Circus Nock sein Programm in Sursee und ab dem 23. Oktober in Luzern. Unsere Zeitung hat den Weg in den Kanton Bern unter die Räder genommen, um in Huttwil zu erleben, was auf das Luzerner Publikum wartet.

Das Programm 2018 steht unter dem vielversprechenden Motto «Bravo bravissimo». In Huttwil sassen die Zuschauer entsprechend erwartungsfroh auf einen wunderbaren Abend unter dem Chapiteau.

Banger und faszinierter Blick nach oben

Artisten aus aller Welt wecken rund zwei Stunden Emotionen aller Art. Aerial Maia aus Brasilien zeigt in luftiger Höhe an einer Konstruktion, die einem Kronleuchter nachempfunden ist, was Anmut und Grazie bedeuten. Die italienische Balance-Künstlerin Steacy Giribaldi präsentiert auf einer frei stehenden Leiter atemberaubende Akrobatik.

Die nächste Artistin verblüfft das Publikum sogar mit zwei Nummern. Die aus Portugal stammende Melany Lester Dalton verzaubert erst mit spritziger Wasserakrobatik und in einer zweiten Nummer mit Vater und Bruder mit einer rassigen Rollschuhshow. Immer wieder schön ist die klassische Trapeznummer hoch über der Manege anzusehen. «The Flying Matos» aus Brasilien schaffen es, dass die Blicke der Zuschauer minutenlang ebenso bange wie fasziniert hoch unter der Kuppel hängen bleiben.

Was wäre ein Zirkus ohne Clown? Popey kitzelt mit seinem Charme und spanischen Witz die Lachmuskeln von Gross und Klein. Wie er mit ausgespuckten Bällen treffsicher leere Flaschen zu «Freude schöner Götterfunken» erklingen lässt, ist grandios. Und auch Tiere haben ihren Auftritt in der Manege. Zirkusdirektorin Franziska Nock ist für die anmutige Freiheitsdressur der Pferde zuständig.

Sechs Motorräder und eine Kugel

Zur Zirkuskarawane gehören auch Tiere wie Kamele, Lamas und Esel, welche vor allem bei den jüngeren Zuschauern für Begeisterung sorgen. «Bravo bravissimo» gilt dann für die letzte Nummer: «The Robles» aus Kolumbien wagen sich mit sechs Motorrädern in den «Globe of Death», einer Metallkugel, und heizen auf engstem Raum auf ihren Maschinen aneinander vorbei. Man kann kaum mit dem Auge folgen, geschweige denn sich vorstellen, wie Millimeter genau die Choreografie stimmen muss. Bravo!

Vorstellungen: Bis am 21. Oktober auf dem Viehmarktplatz Sursee. Ab 23. Oktober bis 4. November auf der Allmend Luzern, zu verschiedenen Zeiten. Vorverkauf: www.nock.ch, www.ticketcorner.ch und beim LZ Corner.