ASBEST: Asbest in Schulanlage Tribschen entdeckt

Bei der Sanierung des Oberstufen­zent­rum Tribschen in Luzern ist Asbest entdeckt worden. Wie die Stadt Luzern am Dienstag mitteil­te, war die Gesund­heit der Schüler zu keiner Zeit gefähr­det. Das Asbest wird in den Herbstferien entfernt.

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Ein Arbeiter im Schutzanzug zerkleinert Teile von Asbestverkleidungen. (Archivbild Keystone)

Ein Arbeiter im Schutzanzug zerkleinert Teile von Asbestverkleidungen. (Archivbild Keystone)

Das Oberstufenzentrum Tribschen war vor rund 30 Jahren erbaut worden. Jetzt wird die Schulanlage Wartegg-Tribschen einer Sanierung unterzogen. Bei Arbeiten an einem Stahlträger im obersten Geschoss wurde dabei asbesthaltiges Isolationsmaterial entdeckt.

In der vergangenen Woche wurden deshalb im ganzen Gebäude Raumluftmessungen durch die Suva und eine Spezialfirma durchgeführt und danach ausgewertet. Sie bestätigten den Gehalt von faserigem und gesundheitsgefährdendem Asbest.

Das Asbest sei aber verkleidet und luftdicht abgeschlossen, heisst es in der Medienmitteilung. Deshalb habe es zu keiner Zeit in die Raumluft gelangen können. Für Schüler, Lehrerschaft und andere Benutzer des Schulhauses habe keine Gefahr bestanden.

Entfernung während Herbstferien
Während der kommenden Herbstferien wird das asbesthaltige Material im ganzen Gebäude entfernt. Sollten diese Arbeiten nicht innerhalb der beiden Ferienwochen abgeschlossen werden, wird der Unterricht kurzfristig in andere Räumlichkeiten verlegt.

Asbest besitzt eine grosse Festigkeit, ist hitze- sowie säurebeständig und isoliert hervorragend. Deshalb war es in der Bauindustrie beliebt. Inzwischen hat man festgestellt, dass es gesundheitsschädigend ist. Seit 1990 ist der Einsatz von Asbest in der Schweiz verboten.

Die Stadt Luzern liess ihre Liegenschaften zwischen 1985 und 1987 auf Asbest, insbesondere auf Spritzasbest, untersuchen. Dabei wurde bei vier Liegenschaften Asbest nachgewiesen. Sie wurden anschliessend saniert. Die Schulanlage Wartegg-Tribschen mit dem Oberstufenzentrum Tribschen war damals nicht dabei.

sda