Sondierbohrungen für Bypass-Tunnel in der Luzerner Reuss

Das Bundesamt für Strassen (Astra) erkundet ab Montag den geologischen Untergrund in Luzern, wo dereinst der Umfahrungstunnel des Strassenprojekts Bypass durchführen soll.

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In der Reuss werden ab Montag Sondierbohrungen vom Bundesamt für Strassen durchgeführt. (Bild: Roger Grütter, Luzern, 6. Oktober, 2017)

In der Reuss werden ab Montag Sondierbohrungen vom Bundesamt für Strassen durchgeführt. (Bild: Roger Grütter, Luzern, 6. Oktober, 2017)

(sda) Vorerst werden Sondierbohrungen in rund 50 Metern Tiefe ab einem Ponton in der Reuss vorgenommen. Ab Montag starten die Arbeiten in der Reuss nahe der St. Karli Brücke in Luzern, wie das Astra am Freitag mitteilte. Mit der rund einwöchigen Bohrung wolle man den Verlauf der Oberfläche des Felsens und dessen Verwitterungsgrad erkunden.

Bohrgerät und Ponton werden am Montag angeliefert und mit einem Pneukran von der St. Karli Brücke in die Reuss gehoben. Während der Installation und des Abbaus verläuft der Verkehr auf der Brücke einspurig. Der Abbau ist am 3. April vorgesehen, je nach Arbeitsfortschritt.

Nebst diversen weiteren Sondierarbeiten im Raum Buchrain, Rathausen, Ibach, Friedental, im Gütschwald und in Kriens kommt es in den Sommermonaten zu weiteren Bohrungen rund um die St. Karli-Brücke.

Die geplanten rund vier Kilometer langen Tunnelröhren von Ibach nach Kriens sind das zentrale Element der neuen Autobahnumfahrung in Luzern. Der sogenannte Bypass beinhaltet zudem den Ausbau zwischen der Verzweigung Rotsee und dem Anschluss Buchrain auf je drei Fahrstreifen pro Richtung, den Bau einer dritten Röhre beim Tunnel Rathausen sowie den Ausbau der Verzweigung Rotsee. Die Kosten für das Gesamtsystem werden auf 1,7 Milliarden Franken geschätzt.