ASYL: Bleiberecht statt gewaltsame Ausweisung

In Kriens soll eine algerische Familie gewaltsam ausgewiesen werden. Jetzt wehrt sich die Gruppe «Zum Wohl der Kinder – Stopp Ausschaffung» mit einer Petition.

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Auch die Flüchtlingsfamilie Assaoui (siehe Artikelverweis) sollte ausgeschafft werden. (Bild Adrian Stähli/Neue LZ)

Auch die Flüchtlingsfamilie Assaoui (siehe Artikelverweis) sollte ausgeschafft werden. (Bild Adrian Stähli/Neue LZ)

Familie Arab – Mutter Fatma und Vater Benaissa Arab, Ouissem (16 Jahre), Chahrazed (14), Mohamed (7 Jahre) und Hadjer (5 Jahre) – lebt seit sieben Jahren in der Schweiz. Die Kinder seien in der Schule und in Kriens sehr gut integriert, wie es in einer Mitteilung hiesst. Die älteste Tochter erfüllt sogar Einbürgerungskriterien.

Härtefallgesuch nicht weitergeleitet

Familie Arab hat 2008 ein Härtefallgesuch gestellt. Es wurde von der zuständigen Kommission gutgeheissen. Das Amt für Migration des Kantons Luzern hat das Gesuch jedoch für einen abschliessenden Entscheid nicht nach Bern weitergeleitet. Zwar sind für Familie Arab die rechtlichen Möglichkeiten des verschärften Asylgesetzes ausgeschöpft. Eine humanitäre Aufnahme sei immer noch möglich und zum Wohl der Kinder dringend nötig, wie die Initiativgruppe mitteilt, die vom Luzerner Asylnetz und der Ökumene Kriens getragen wird.

Die Gruppe hat am (heutigen) Samstag vor dem Einkaufszentrum Hofmatt in Kriens Unterschriften für die Petition gesammelt.

rem