Asyl: Kanton übt Druck auf Fischbach aus

Im Streit um ein mögliches Asylheim macht der Kanton Luzern neue Zusicherungen. Dies jedoch unter Auflagen, die im Widerspruch zu früheren Aussagen stehen.

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Im ehemaligen Bürgerheim (rechts im Hintergrund) in Fischbach soll ein Asylzentrum entstehen, die Bevölkerung wehrt sich. (Bild: Keystone)

Im ehemaligen Bürgerheim (rechts im Hintergrund) in Fischbach soll ein Asylzentrum entstehen, die Bevölkerung wehrt sich. (Bild: Keystone)

Im Streit um ein mögliches Asylheim macht der Kanton der Gemeinde Fischbach neue Zugeständnisse:

  • Asylbewerber und Mitarbeitende des Zentrums werden die Güterstrasse Niederholz-Mettmenegg weder befahren noch begehen.
  • Der Betrieb des Zentrums wird mit dem Gemeinderat abgesprochen. Vorgesehen ist, dass Familien mit schulpflichtigen Kindern im Zentrum Sonnenhof in Emmen einquartiert werden.
  • Es werden maximal 35 Asylbewerber in Fischbach untergebracht.
  • Die Gesuchstellerin ist bereit auf eigene Kosten entlang der Güterstrasse eine Ausweichstelle zu errichten.


Diese sind allerdings mit der Bedingung verbunden, dass die 11 hängigen Einsprachen zurückgezogen werden. Der Fischbacher Sozialvorsteher Markus Maurer hält dem Kanton vor, widersprüchliche Signale auszusenden. Derweil wird der Gemeinderat kritisiert, sich nicht stark genug gegen die Pläne des Kantons einzusetzen.

Aleksandra Mladenovic; rem

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