Asylbewerber sollen im Kloster wohnen

Die Luzerner Regierung will im Kloster Marienburg in Wikon ein Asylzentrum einrichten. Die Pläne sind zwar noch unter Verschluss. Dennoch regt sich bereits Widerstand.

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Das Kloster Marienburg in Wikon. Dieses steht zurzeit im Fokus der Asyl-Strategie der Luzerner Regierung. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Das Kloster Marienburg in Wikon. Dieses steht zurzeit im Fokus der Asyl-Strategie der Luzerner Regierung. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

«Hoher» Besuch aus Luzern: Letzte Woche traf sich Regierungspräsident Guido Graf in Wikon mit dem Gemeinderat – bestehend aus einer Delegation von Gemeindepräsident Hans Golling, Sozialvorsteherin Michaela Tschuor sowie Gemeindeammann Roger Wymann. Es sei bei diesem Besuch um ein allgemeines Gespräch gegangen, in welchem verschiedene Themen besprochen wurden, erklärte das Gesundheits- und Sozialdepartement auf Anfrage.

Unserer Zeitung liegen aber verlässliche Informationen vor, dass die Regierung Abklärungen treffen will, was die Marienburg als Standort für ein Asylzentrum betrifft. Dabei sollen ausschliesslich asylsuchende alleinerziehende Mütter mit ihren Kindern eine Bleibe von maximal sechs Monaten erhalten.

Konfrontiert mit diesen Plänen, wollten sich die Exponenten allerdings nicht konkret dazu äussern. Weniger wortkarg gibt sich Nadia Furrer-Britschgi. Der Wikoner Gemeindeschreiberin und SVP-Kantonsrätin ist zwar bewusst, dass der Sozial- und Gesundheitsdirektor keine leichte Aufgabe zu erfüllen hat. Trotzdem sagt sie: «Wenn Guido Graf den in den Medien für dieses Jahr angekündigten Befindlichkeitsbesuch einzig und allein deshalb macht, um mit diesem Vorwand Asylgespräche durchzuführen, dann bin ich von ihm schwer enttäuscht.»

Ernesto Piazza

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen LZ und im E-Paper.