ASYLUNTERKÜNFTE: Kanton sucht dringend ein neues Asylzentrum

Obwohl der Kanton Luzern 1,2 Millionen Franken vom Bund bekommt, ist das Asylproblem nicht gelöst.

Drucken
Teilen
Tibeter beim Mittagessen im Asylzentrum Sonnenhof in Emmenbrücke. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Tibeter beim Mittagessen im Asylzentrum Sonnenhof in Emmenbrücke. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Der Kanton Luzern nimmt derzeit pro Monat rund 80 neue Asylsuchende auf – und weiss bald nicht mehr, wo er sie unterbringen soll.

Auch ein zusätzlicher Bundesbeitrag von 1,2 Millionen Franken, den Luzern rückwirkend auf den 1. Juli bekommen soll, löst das Problem nicht. «Wir finden schlicht fast keine Wohnungen und Häuser mehr, die wir mieten könnten», sagt Raymond Caduff, Asylkoordinator des Kantons Luzern. «Bis Ende 2008 fehlen uns 100 Plätze.»

Ein drittes Asylzentrum
Am liebsten würde der Kanton zu den beiden Asylzentren in Emmenbrücke (150 Plätze) und Malters (75 Plätze) ein weiteres Asylzentrum eröffnen. Derzeit laufen Verhandlungen mit einem Eigentümer. Im Notfall werde auch eine Zivilschutzanlage als Asylunterkunft eröffnet, meint Caduff.

Der Engpass ist unter anderem entstanden, weil der Bund seit Anfang 2008 kein Geld für Reserveplätze mehr zur Verfügung stellt und bisher auch nicht, wie eigentlich versprochen, Militärunterkünfte für die Unterbringung der Asylbewerber in Aussicht gestellt hat.

Luzia Mattmann

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Luzerner Zeitung.