Asylunterkünfte: Parteien gespalten

Mangel an Asylunterkünften und mögliche Verteilung auf die Gemeinden: Von den Parteien gibts für die Regierung Kritik - und Lob.

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Eine Familie aus Syrien quartiert sich im Asylzentrum Sonnehof in Emmenbrücke ein. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Eine Familie aus Syrien quartiert sich im Asylzentrum Sonnehof in Emmenbrücke ein. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Die Lage ist prekär: Jeden Monat werden dem Kanton Luzern rund 40 neue Asylbewerber zugewiesen - die Unterkünfte platzen aus allen Nähten. Regierungsrat Guido Graf (CVP) schliesst eine Verteilung der Asylsuchenden auf die Gemeinden nach einem bestimmten Verteilschlüssel nicht mehr aus.

Dieses Szenario stösst im Kreis der Parteien zum Teil auf Skepsis. Das Problem werde mit der Zuweisung der Asylsuchenden an die Gemeinden «abgewälzt», meint etwa SVP-Fraktionschef Guido Müller. FDP-Kantonsrat Charly Freitag attestiert eine mangelhafte Vertrauensbildung in der Bevölkerung und will vom Departement Graf wissen, wie der konkrete Leistungsauftrag an die Betreiber von Asylzentren aussieht.

FDP-Fraktionschef Rolf Born hingegen unterstützt die Linie der Regierung und nimmt Graf in Schutz. Auch Grüne und SP fordern mehr Unterstützung für die Lösungsansätze der Regierung.

Kosovokrieg: Weniger Probleme

Der Arabische Frühling beschert der Schweiz nicht die erste Welle von Asylsuchenden. Während des Kosovokriegs 1998/99 musste der Kanton Luzern einer Flüchtlingswelle Herr werden. Gemäss alt Regierungsrat Klaus Fellmann habe man damals als ‹Plan B› ebenfalls ein Szenario mit einem Verteilschlüssel ausgearbeitet.

Aleksandra Mladenovic

<em>Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Luzerner Zeitung.</em>