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Asylwesen im Kanton Luzern: Nun gibt es Luft für Verbesserungen

Die Zahl der Asylsuchenden im Kanton Luzern ist so tief wie seit langem nicht mehr. Redaktorin Roseline Troxler findet deshalb, dass nun der Fokus stärker auf die Integration gelegt werden muss.
Roseline Troxler

Vier Jahre sind vergangen, als täglich tausende Asylsuchende via Balkan­route nach Europa kamen. Damals musste der Kanton Luzern monatlich über hundert Asylsuchende aufnehmen. Zivilschutzanlagen wurden teils trotz Widerstand als Unterkünfte eröffnet und Gemeinden mussten zügig Wohnungen zur Verfügung stellen.

Roseline Troxler

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Ganz anders sieht es heute aus, wo statt zehn nur noch fünf Asylzentren bestehen. Diese sind nur zu 70 Prozent ausgelastet. Die Zahl der vom Bund zugewiesenen Asylsuchenden dürfte sich weiter reduzieren. Im März traten die beschleunigten Verfahren in Kraft. Asylsuchende stellen ihr Gesuch seither in einem Bundesasylzentrum. Über 75 Prozent der Gesuche will der Bund innert 140 Tagen befinden. An die Kantone verteilt werden nur noch Personen mit positivem Schutzentscheid oder solche, bei denen es weitere Abklärungen bedarf.

Die aktuelle Lage verschafft dem Kanton Luft: Nun steht Sozialdirektor Guido Graf in der Pflicht, die Konsolidierung der Dienststelle Asyl- und Flüchtlingswesen anzugehen, wie er dies vor den Wahlen versprochen hat. Die Strukturen sollen gefestigt, das Integrationskonzept überarbeitet werden. Der Kanton muss beweisen, dass er bei der Integration vorwärtsmacht. Zumal er dafür mit einer eigenen Dienststelle eine gute Ausgangslage hat. Dieses Argument wurde zur Rechtfertigung der Übernahme des Betreuungsauftrags von der Caritas stets ins Feld geführt.

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