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ASYLWESEN: Luzern benötigt die geplante Asylunterkunft in Schötz vorerst nicht

In der Zivilschutzanlage in Schötz werden ab Oktober keine Asylbewerber einziehen. Da die Zahl der Asylgesuche kleiner ist als prognostiziert, verfügt der Kanton Luzern zur Zeit über genügend Unterbringungsplätze. Eine spätere Nutzung der Zivilschutzanlage Schötz ist aber nicht ausgeschlossen.
In Schötz entsteht eine temporäre Asylunterkunft. (Symbolbild LZ)

In Schötz entsteht eine temporäre Asylunterkunft. (Symbolbild LZ)

Silvia Bolliger, die zur Zeit das kantonale Asyl- und Flüchtlingswesen leitet, bestätigte am Freitag auf Anfrage eine Online-Meldung des «Willisauer Boten». Geplant war, die Zivilschutzanlage ab Oktober als temporärer Unterkunft für bis zu hundert Asylbewerber zu nutzen.

Bolliger erklärte, dass die Unterkunftsplanung Anfang 2016 basierend auf den Erfahrungen von 2015 sowie auf der Prognose des Staatssekretariats für Migration (SEM) vorgenommen worden sei. Die Asylmigration nach Europa sei in den letzten Monaten jedoch anders verlaufen als angenommen.

Die Asylzahlen sind in der Schweiz momentan nicht so hoch wie im letzten Sommer. Das SEM hat gemäss Bolliger entsprechend die Mittejahrprognose auf rund 30'000 Gesuche korrigiert, geht von einer Plangrösse von 35'000 Gesuchen aus und schliesst gleichzeitig aber auch nicht aus, dass es dann doch noch bis zu 41'000 werden könnten.

Es sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschätzbar, wie sich die Asylsituation in Italien in den nächsten Monaten entwickeln werde, erklärte Bolliger. Der Kanton Luzern arbeite nicht mit fixen Planzahlen, sondern beurteile im Sinne einer rollenden Planung periodisch die Lage. Je nach Entwicklung der oberirdischen Unterbringungsmöglichkeiten, etwa Wohnungen oder grössere kollektive Unterkünfte, würden die Zentrumskapazitäten angepasst.

Der Kanton Luzern schliesst planmässig die Asylunterkunft in Meggen und einen Monat früher als geplant Ende August die Unterkunft in Nebikon. Damit werden die Zentrumskapaziäten um 120 Plätze abgebaut.

Die 100 Plätze in Schötz werden zum heutigen Zeitpunkt trotz dieser Schliessungen nicht benötigt. Die Unterkunft wird als strategische Reserve für einen schnellen Bezug bereitgehalten, je nachdem wie sich die Lage in den nächsten Monaten entwickelt, wie Bolliger mitteilte. (sda)

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