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ASYLWESEN: Luzern wappnet sich für Flüchtlingsansturm

Die Unterbringung von Flüchtlingen fordert auch den Kanton Luzern. Die Regierung plant schon jetzt, wie man mit einer Verschärfung der Lage umgeht. Und sie lässt Grossunterkünfte planen.
Umgenutzte Zivilschutzanlagen gibt es bereits: Unser Bild zeigt die Unterbringung von Flüchtlingen in Meggen. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Umgenutzte Zivilschutzanlagen gibt es bereits: Unser Bild zeigt die Unterbringung von Flüchtlingen in Meggen. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Im Kanton Luzern werden jetzt Grossunterkünfte für Flüchtlinge geplant: Die Luzerner Regierung hat die Verwaltung angewiesen, zusammen mit externen Partnern die Detailkonzepte zu Unterbringungsmöglichkeiten in Zivilschutzanlagen,Containersiedlungen, Mehrzweckhallen, leer stehenden Fabrikhallen oder Ferienheimen auszuarbeiten.

Zudem wappnet sich die Regierung für den Fall, dass nicht wie bisher 20 neue Asylsuchende pro Tag, sondern weit mehr neu untergebracht werden sollten. Um bei einer allfälligen ausserordentlichen Lage im Asylwesen handlungsfähig zu bleiben, hat sie das Konzept «Profecto» verabschiedet. Dieses umfasst Definitionen und Projektskizzen, definiert Unterbringungsmöglichkeiten und formuliert Überlegungen zum weiteren Vorgehen.

Das Konzept soll in ausserordentlichen Situationen zum tragen kommen. Ausserordentlich ist gemäss der im Konzept vorgenommen Definiton, wenn dem Kanton

  • an einem Tag mehr als 80 - 100 Personen,
  • pro Woche 200 - 250 Personen oder
  • innerhalb der letzten 30 Tage über 500 Personen.

zugewiesen werden.

Zum gegebenen Zeitpunkt soll zur Unterstützung des Gesundheits- und Sozialdepartements ein Sonderstab eingesetzt werden. Partnerorganisationen, wie zum Beispiel der Zivilschutz, können verpflichtet werden, ihre Mittel dem Kanton zur Verfügung zu stellen.

Ab sofort analysiert eine Task Force Asyl regelmässig die Situation und gibt der Regierung eine Lagebeurteilung ab.

pd/cv

Heutige Situation

Aktuell sind 1600 Asylsuchende im Kanton Luzern untergebracht. Das sind so viele, wie seit der Kosovokrise im Jahr 1999 nicht mehr. Zurzeit werden dem Kanton Luzern täglich bis zu 20 Asylsuchende neu zugewiesen. Monatlich muss der Kanton bis zu 250 neue Unterkunftsplätze schaffen oder finden.

Zur Bewältigung der Lage wurde Ende Juli die Gemeindeverteilung aktiviert. Zudem hat die Regierung bereits im September 2014 die Unterbringungssituation zur Notlage erklärt und damit das Gesundheits- und Sozialdepartement ermächtigt, in kommunalen Zivilschutzanlagen Notunterkünfte für Asylsuchende zu eröffnen. Aktuell betreibt der Kanton Luzern fünf Notunterkünfte in Zivilschutzanlagen (Dagmersellen, Areal Eichhof Luzern, Willisau, Nebikon und Meggen).

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