Asylzentrum eröffnet im Juni

Keine Kriminellen, aber Familien mit kleinen Kindern: Der Bund präzisiert, was Schwarzenberg mit dem Asylzentrum erwartet.

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Mario Gattiker, Direktor des Bundesamtes für Migration, erklärt die Details der geplanten Asylunterkunft. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Mario Gattiker, Direktor des Bundesamtes für Migration, erklärt die Details der geplanten Asylunterkunft. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Die Mehrzweckhalle Schwarzenberg war am Dienstagabend praktisch bis auf den letzten Platz besetzt. Rund 200 Einwohnerinnen und Einwohner wollten aus erster Hand erfahren, wie sich der Bund die Unterbringung von Asylbewerbern auf ihrem Gemeindegebiet vorstellt. Konkret geht es um ein Asylzentrum mit maximal 120 Betten, das im Eigenthal eingerichtet werden soll – und zwar befristet von Mitte Juni bis Mitte Dezember 2012.

Mario Gattiker, Direktor des Bundesamts für Migration, versicherte, dass weder kranke noch kriminelle oder sonst auffällige Personen im Eigenthal untergebracht werden. «Wir können sehr genau steuern, wer hierher ins Eigenthal kommt.» Neben jungen Männern können dies auch Familien mit Kleinkindern sein – nicht aber Familien mit schulpflichtigen Kindern. Eine Integration ins Dorfleben wolle man bewusst vermeiden. Die Schulzone ist für die Asylbewerber tabu, es wird ohnehin erwartet, dass sie während der klar definierten Ausgangszeiten gar nicht ins Dorf gehen, sondern in die Stadt oder allenfalls zu Verwandten und Bekannten, die hier leben.

Umfassendes Sicherheitskonzept

Die Bundesvertreter betonten, dass ein umfassendes Sicherheitsdispositiv aufgebaut werde. So werde das Zentrum beispielsweise rund um die Uhr von der Securitas bewacht. Die Sicherheitsfrage stand denn gestern auch im Zentrum des Interesses. Die Diskussion wurde aber sehr sachlich geführt – zu Eskalationen wie in anderen Gemeinden kam es nicht. So wies jemand darauf hin, dass die Sicherheitslage wohl an keinem andern Ort der Schweiz höher sein werde. Gemeindepräsidentin Ruth Fuchs-Scheuber sagte: «Es ist wichtig, dass wir solidarisch sind. Wir erleben auch immer wieder Solidarität.»

red

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