Asylzentrum erregt die Gemüter

Der Gemeinderat informierte die Bevölkerung gestern über ein geplantes Asylzentrum im Eigenthal. Dabei hatte er einen schweren Stand.

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Engagierte Bürger: Peter Burri vom Gemeinderat (links), diskutiert mit Einwohnerin Marianne Lipp. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Engagierte Bürger: Peter Burri vom Gemeinderat (links), diskutiert mit Einwohnerin Marianne Lipp. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Die Bedenken der Eigenthaler über ein geplantes Asylzentrum sind gross. Viel wurde in den vergangenen Wochen spekuliert, gestern hat der Gemeinderat die Bevölkerung ins Restaurant Eigenthalerhof eingeladen, um über den aktuellen Stand zu berichten.

Gut 70 Eigenthaler – fast die Hälfte der Einwohner des 160-Seelen-Ortsteils – sind der Einladung des Gemeinderats gefolgt. Man kennt sich hier im Eigenthal, begrüsst wird per Handschlag und Namen. Dann, um 10 Uhr, wird es ernst. Ruth Fuchs, FDP-Gemeindepräsidentin von Schwarzenberg, ergreift das Wort. «Es sind viele Gerüchte im Umlauf», sagt Fuchs. «Deshalb wollen wir hier Fakten auf den Tisch legen.» 100 bis 140 Asylbewerber sollen im Militär-Truppenlager von Schwarzenberg untergebracht werden. Noch ist aber unklar, ob ein Asylzentrum im Eigenthal eingerichtet wird. Ein definitiver Entscheid des Bundes wird erst im April erwartet.

Vom Gemeinderat enttäuscht

Fuchs betonte immer wieder, dass der Bund auch ohne die Zustimmung der Gemeinde ein befristetes Asylzentrum errichten kann. «Deshalb ist es besser, wenn wir kooperieren und so unsere Forderungen stellen können.» Sie könne die Ängste der Bevölkerung nachvollziehen. «Aber wir unternehmen alles, damit die Sicherheit gewährleistet ist.»

«Sicherheit» war dann auch bei der anschliessenden Fragerunde bei der Eigenthaler Bevölkerung ein oft gebrauchter Begriff. Der Tenor war klar: Den Eigenthalern ist die Vorstellung, dass bis zu 140 Asylbewerber in ihrem Ortsteil unterkommen sollen, nicht geheuer. «Dann getraue ich mich nicht mehr, abends alleine draussen spazieren zu gehen», sagte eine Bewohnerin.

Andreas Bättig

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