Asylzentrum: «Es läuft wie am Schnüerli»

Seit gut einem Monat wird in der Zivilschutzanlage Eichhof in Luzern ein Asylzentrum betrieben. Die erste Bilanz ist äusserst positiv.

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Eingangskontrolle beim Asylzentrum Eichhof: Muhamed Efendic (links) überprüft den Asylbewerber Konté Yahya. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Eingangskontrolle beim Asylzentrum Eichhof: Muhamed Efendic (links) überprüft den Asylbewerber Konté Yahya. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Mitte April war es so weit: Der 40-jährige Mauretanier Konté Yahya zügelte vom Asylzentrum Sonnenhof in Emmenbrücke in die Zivilschutzanlage Eichhof in Luzern. Die Anlage liegt unter dem Boden. «Am Anfang hat mich die Luft gestört. Und weil Tageslicht fehlt, weiss man beim Aufwachen nicht, ob tatsächlich Morgen ist», sagt der Asylbewerber. «Nach zwei, drei Nächten hatte ich mich aber daran gewöhnt. Sollte eine Bombe fallen, wäre ich hier drin ja sicher», fügt er mit einem Augenzwinkern an.

Konté Jahya beim Kochen. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
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Konté Jahya beim Tischfussball-Spiel. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Fitness für Asylbewerber (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Konté Jahya bei der Eingangskontrolle bei Muhamed Efendic. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Auch ein Fernsehen mit zwei Sendern ist installiert. (Bild: Roger Grütter / Neue LZ)
Bild: Roger Grütter / Neue LZ
Der Duschbereich wird noch mit Trennwänden versehen. (Bild: Roger Grütter / Neue LZ)
Da es keine Schränke gibt, müssen die Asylbewerber ihr Sachen auf dem Oberen Bett deponieren. (Bild: Roger Grütter / Neue LZ)
Zwei Asylbewerber beim Tischtennis-Spielen. (Bild: Roger Grütter / Neue LZ)
Eingangsbereich der Zivilschutzanlage Eichhof. Begehbar via Gerüststeg vom Eichhofpark aus. (Bild: Roger Grütter / Neue LZ)
Stadtrat Rudei Meier, links, und Marco Bosotti, Leiter Betagtenzentrum, in der Zivilschutzanlage Eichhof. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ
Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ
Stadtrat Rudei Meier, links, und Marco Bosotti, Leiter Betagtenzentrum, in der Zivilschutzanlage Eichhof. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ
Bild: Jakob Ineichen/Neue LZ
Bild: Jakob Ineichen/Neue LZ
Bild: Jakob Ineichen/Neue LZ
Bild: Jakob Ineichen/Neue LZ
Bild: Jakob Ineichen/Neue LZ
Bild: Jakob Ineichen/Neue LZ
Bild: Jakob Ineichen/Neue LZ
Bild: Jakob Ineichen/Neue LZ
Bild: Jakob Ineichen/Neue LZ
Bild: Jakob Ineichen/Neue LZ

Konté Jahya beim Kochen. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Alois Reinhard, Seelsorger des Betagtenzentrums Eichhof (BZE), thematisiert das freundliche Nebeneinander von Asylbewerbern und BZE-Bewohnern: «Die Leute freuen sich, dass die jungen Männer etwas Leben in den Park bringen.» Oft thematisiert Reinhard das Asylzentrum im Gespräch mit den Betagten. «Am Anfang haben sie mit den Asylbewerbern gleich ihre Erfahrungen mit den Internierten während des Zweiten Weltkriegs assoziiert – damals haben viele zum ersten Mal Dunkelhäutige gesehen», sagt Reinhard. Ängste bezüglich der Männer gebe es bei den BZE-Bewohnern keine – man höre nur von positiven Erfahrungen mit den Asylbewerbern.

Aleksandra Mladenovic

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