ATTRAKTIONEN: Armee-Fallschirmspringer am Luzerner Fest

Das Luzerner Fest wird immer spektakulärer: Neben dem grossen Feuerwerk springen nun auch noch Fallschirmspringer ab – und «Connie» und «St. Urs» kommen zu Besuch.

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Bald über Luzern zu sehen: Ein Fallschirmaufklärer der Armee springt von einer Pilatus Porters ab. (Bild pd)

Bald über Luzern zu sehen: Ein Fallschirmaufklärer der Armee springt von einer Pilatus Porters ab. (Bild pd)

Punkt 17.17 soll eine Pilatus Porters der Schweizer Armee das sich in Feststimmung befindende Luzern überfliegen, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Um 17.25 Uhr erfolgt dann der Absprung von Fallschirmaufklärern aus niedriger Höhe in den See entlang dem Schweizerhofquai. Um 17.55 Uhr schliesslich kommt es zu einem Absprung aus grosser Höhe auf ein Schiff der SGV vor der Seebrücke. Die Fallschirmautklärer haben eine Ausbildung von 43 Wochen hinter sich; je nach Einsatzart springen sie aus 200 bis 8000 Metern über dem Grund ab.

Airforce One der Eisenhower-Ära
Um 14.20, um 17 und 17.35 wird Luzern von einer Lockeed Super Constellation – umgangssprachlich «Connie» genannt (siehe Bild unten; pd) – überflogen. Die am Luzerner Fest gezeigte Maschine ist die einzige noch fliegende Maschine Europas dieses Typs und gehört dem Schweizer Verein Super Constellation Flyers. Es handelt sich um viermotoriges Propellerflugzeug einer äusserst erfolgreichen Baureihe – zusammen mit der DC-7 der technische Höhepunkt der Langstreckenfliegerei mit Kolbenmotorantrieb. Die Constellation wurde sowohl in der Zivil- als auch in der Militärluftfahrt eingesetzt, kam als Transportmaschine bei der Berliner Luftbrücke sowie als Regierungsflugzeug (Air Force One) für US-Präsident Dwight D. Eisenhower zum Einsatz.

Gratisfahrten mit Sportboot-Veteran 
Seit 1889 dampft das Boot St. Urs über die Gewässer. Ursprünglich für den Einsatz auf der Aare bei Solothurn gebaut, verkehrte das pittoreske Schiff von 1894 bis 1904 auf dem Vierwaldstättersee. Es darf als Urahn der heutigen, modernen Sportboote bezeichnet werden. Der Kessel wird mit Holzbricketts befeuert. Vor 14 Jahren wurde St. Urs in der SGV-Werft restauriert und steht seither für nostalgische Sonderfahrten mit maximal 10 Passagieren zur Verfügung (siehe Bild unten; pd). Der grosse Sommeranlass ermöglicht Gratisfahrten durch das Luzerner Seebecken mit diesem interessanten, technischen Zeitzeugen. Um 17.15, 18.00, 18.30, 19.00, 19.30 um 20 Uhr Uhr legt St. Urs beim Inseli (vis-à-vis Seebar KKL) in Luzern ab zu einer halbstündigen Fahrt. Anmelden für die Fahrten kann man sich über die Website des Luzerner Fests .

26 Minuten langes Feuerwerk
Nach wie vor das grösste Spektakel am Luzerner Fest dürfte das um 22.30 Uhr gezündete Feuerwerk sein. Das Thema «Magie in Farben, Licht und Musik» wird in sechs grossen Feuerwerksbildern den Luzerner Nachthimmel erhellen. Das Organisationskomitee des Luzerner Festes hat dieses Konzept zusammen mit dem bekannten Feuerwerker Toni Bussmann der Firma Bugano in Neudorf erarbeitet. Zum Lichtspektakel gehört eine musikalische Untermalung, die rund ums Seebecken hörbar sein wird. Das 26-minütige Feuerwerk kann von beiden Uferseiten her optimal bestaunt werden.

scd