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Swissporarena: Lieber Fussball als Ed Sheeran

In Basel, Bern und Zürich kann man im Fussballstadion musikalische Superstars erleben. Im Luzerner Stadion hingegen gibt es keine solchen Grossveranstaltungen.
Woran liegt das?
Chiara Zgraggen
Swissporarena: Auch künftig vor allem von Fussballfans genutzt. (Bild: Philipp Schmidli)

Swissporarena: Auch künftig vor allem von Fussballfans genutzt. (Bild: Philipp Schmidli)

Dass in Fussballstadien nicht nur Fussball gespielt wird, zeigt ein Blick auf die Veranstaltungskalender der grossen Schweizer Stadien. So standen im letzten Jahr im Zürcher Letzigrund namhafte Künstler wie Robbie Williams, die Rolling Stones oder die Guns n’ Roses auf der Bühne. In diesem Jahr spielt Ed Sheeran, einer der aktuell erfolgreichsten Künstler, gleich zwei Konzerte im Zürcher Stadion. Ähnlich ist es im Berner Stade de Suisse: Im Juni traten die Foo Fighters auf, im Jahr zuvor Céline Dion. In der Swissporarena in Luzern sucht man solche grossen Namen vergebens. Das erstaunt: Nach der Eröffnung des Allmend-Stadions vor sieben Jahren sagten die Verantwortlichen, dass das Stadion mit Fussball allein nicht rentabel betrieben werden könne. Deshalb brauche es auch andere Anlässe, wie beispielsweise grosse Konzerte. Doch dazu kam es bisher nie – mit einer Ausnahme: Einzig im Juli 2012 trat Jürgen Drews in der Swissporarena auf. Daniel Böbner, Leiter Stadionbetrieb der Swissporarena und Spielorganisator des FCL, nennt die Gründe: «Unser Stadion ist im Vergleich zu den grossen zu klein, um das Risiko im Verhältnis zum Ertrag einzugehen.» Der Aufwand betrifft beispielsweise den Rasen, der nach einem Grossanlass teilweise oder gar komplett ersetzt werden muss. Ein kompletter Austausch des Rasens kostet zwischen 200 000 und 300 000 Franken.

Basler können viel mehr Tickets verkaufen

Dass die Grösse matchentscheidend ist, bestätigt man auch in Basel, wo im St. Jakob Park neben Fussball regelmässig auch grosse Acts über die Bühne gehen – kürzlich trat beispielsweise Helene Fischer dort auf. Simon Walter, Medienchef des FC Basel, sagt: «Wir haben eine viel grössere Kapazität als das Luzerner Stadion und Veranstalter können deshalb mehr Tickets verkaufen. Das ist für grössere Künstler sicher ein Argument.» Der Grössenunterschied ist tatsächlich beträchtlich: Das Stadion in Basel bietet 36 000 Sitzplätze (bei Konzerten sind es 40 000 Sitz- und Stehplätze). Die Luzerner Swissporarena mit Ihren 17 000 Sitzplätzen (bei Konzerten 15 000-20 000 Plätze) ist nicht einmal halb so gross.

Erschwerend kommt in Luzern hinzu, dass Veranstalter hier Billettsteuern abliefern müssen, in anderen Städten aber nicht. Daniel Böbner sagt dazu: «Die Billettsteuer ist eine gesetzliche Auflage, welche eine Veranstaltung gegenüber anderen Standorten verteuert.» Ende August kommen tatsächlich internationale Top-Stars auf die Luzerner Allmend – die Toten Hosen treten allerdings nicht im Stadion auf, sondern auf der grossen Wiese nebenan. Die Billettsteuer fällt dabei trotzdem an, doch mit Platzproblemen müssen sich die Veranstalter nicht herumschlagen. Bei der letzten Ausgabe von «Allmend Rockt» lockten die beiden Konzerte über 70’000 Besucher an.

Keine Konzerte, dafür viele Firmenanlässe

Doch auch wenn in der Swissporarena abseits von den jährlich 22 Fussballspielen keine Grossveranstaltungen stattfinden, so gibt es immerhin rund 180 private Events, beispielsweise Firmenanlässe. Die veranstaltungsarme Zeit im Sommer wird zudem für diverse Unterhaltsarbeiten am Stadion genutzt. Beispielsweise wurden in den letzten Wochen alle Hardware-Komponenten des WLAN-Netzwerkes erneuert oder neue Podeste für Fernsehkameras aufgestellt. Die kurze Sommerpause in der Swissporarena ist aber schon bald wieder vorbei. Am Samstag findet ein Testspiel des FCL gegen den FC Sochaux-Montbéliard statt, zudem spielt auch der SC Kriens noch bis Ende September in der Swissporarena.

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