Auch Verwaltung setzt Filter ein

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Sicherheit Die Schulen im Kanton Luzern setzen Filter ein, um Schüler vor Pornografie und Gewalt im Internet zu schützen. Neben dem unverschlüsselten Internetverkehr wurden bisher lediglich die Suchanfragen auf Google und Youtube gefiltert. Alle Kantone im Swisscom-Projekt «Schulen ans Internet» diskutieren nun zusammen mit dem Telekom-Konzern über eine Ausweitung des Filters. «Ohne diese Massnahme ist ein Inhaltsfilter für bald 80 Prozent des Internetverkehrs unwirksam», sagt Tony Wyss, Leiter Informatik beim kantonalen Bildungs- und Kulturdepartement.

Auf dieselbe Technologie setzt neuerdings auch die kantonale Verwaltung. Allerdings verwendet sie nicht den umstrittenen Filter mit dem Zertifikat der amerikanischen Firma Zscaler. «Der Pilotbetrieb hat sehr erfolgreich und ohne Probleme funktioniert und ist aktuell in Umsetzung», sagt Martin Müller, Sicherheits- und Risikomanager der Dienststelle Informatik. Aber nicht sämtliche Inhalte werden aufgeschlüsselt: Ausgenommen seien Webseiten von Banken, Versicherungen, E-Government-Anwendungen und weitere vertrauliche Dienste. Laut Martin Müller ist das Vorgehen mit dem kantonalen Datenschutzbeauftragten Reto Fanger abgesprochen. Dieser stimmte der Technik zu, verlangte aber unter anderem, dass die Mitarbeiter vor der Aktivierung des Filters informiert werden. (cgl)