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Auf Berufsverbrecher mit zahlreichen Vorstrafen wartet nach 18 Monaten Haft die Ausschaffung

Ein Serbe hat seinen Lebensunterhalt mit Diebstählen finanziert. Das Kriminalgericht verurteilte ihn zudem für Zechprellerei, Waffenbesitz und diverse Verkehrsdelikte. Der Beschuldigte hat Berufung eingelegt.
Roger Rüegger
Der Eingangsbereich des Kriminalgerichts Luzern am Alpenquai. (Bild: Pius Amrein, 12. Juli 2016)

Der Eingangsbereich des Kriminalgerichts Luzern am Alpenquai. (Bild: Pius Amrein, 12. Juli 2016)

Die Liste seiner Vergehen ist lang und die ihm vorgeworfenen Taten vielfältig. Neben gewerbsmässigem Diebstahl hat ein heute 40-jähriger Serbe mehrere Sachbeschädigungen begangen und er machte sich der Zechprellerei, des unbefugten Waffentragens sowie diverser Verkehrsdelikte schuldig. Das Luzerner Kriminalgericht verurteilte den Mann zu einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten.

Zudem wurde er für die Dauer von sechs Jahren des Landes verwiesen. Der Verteidiger beantragte eine Freiheitsstrafe von 12 Monaten unter Anrechnung von 77 Tagen Untersuchungshaft sowie des vorzeitigen Strafvollzugs. Der Beschuldigte sei sofort aus der Haft zu entlassen und auf die Anordnung der Landesverweisung sei zu verzichten.

Der Beschuldigte hat vom 27. Februar bis 20. Mai 2017 insgesamt sechs Diebstähle begangen. In Hochdorf begann seine Einbruchserie. Er wuchtete gemäss Anklage die Tür eines Restaurants auf und entwendete die Kasse mit mehreren tausend Franken Bargeld. Der Beschuldigte gab die Tat zwar nicht zu, bestritt sie aber auch nicht. Er sei betrunken gewesen, so dass er sich nicht erinnere. Am Tatort wurde DNA des Beschuldigten sichergestellt, was das Kriminalgericht von seiner Täterschaft überzeugte.

Armeepistole und Revolver gestohlen

Ausserdem hat er in einem Hotelzimmer mit der Faust die Wand eines Zimmers beschädigt, was einen erheblichen Sachschaden verursachte. Zudem hat er die Miete des Zimmers nicht bezahlt, so dass er sich auch der Zechprellerei schuldig machte

Auch in anderen Kantonen hat der Serbe gegen das Gesetz verstossen. In Gossau drang er in mehrere private Gebäude ein und entwendete zahlreiche Gegenstände. Unter anderem erbeutete er Bargeld, Werkzeuge, Wein sowie eine Armeepistole und einen Revolver. Die gestohlene Armeepistole hatte der Mann bei seiner Verhaftung am 2. Mai 2017 auf sich, ohne dass er über eine Waffentragbewilligung verfügte.

Im Kanton Wallis war der Mann ebenfalls aktiv. In ein Haus in Gampel ist er in zwei aufeinanderfolgenden Nächten eingedrungen. In der ersten Nacht hat er Baumaschinen gestohlen, in der zweiten versuchte er, einen Fernsehapparat von der Wand zu nehmen.

Mehr als zehn Mal bestraft

Im weiteren hat sich der Serbe zahlreiche Verkehrsdelikte geleistet. Insgesamt wurde er mehr als zehn Mal bestraft. So unter anderem wegen Fahrens ohne Führerausweis, Fahrens in fahrunfähigem Zustand oder pflichtwidrigem Verhalten bei Unfall.

Im Urteil kommt das Kriminalgericht zum Schluss, dass der Beschuldigte mit sechs vollendeten Diebstählen die Voraussetzung des gewerbsmässigen Diebstahls erfüllt hat. Die Zechprellerei, das mehrfache Fahren ohne Berechtigung sowie die Widerhandlung gegen das Waffengesetz wirke sich straferhöhend aus.

Hohe kriminelle Energie

Die zahlreichen Delikte schliessen auf eine hohe kriminelle Energie. «Bei der Täterkomponente wirkt sich deutlich zu Ungunsten des Beschuldigten aus, dass er zahlreiche Vorstrafen vorzuweisen hat. Die bisherigen Strafen scheinen ihn offenbar nicht hinreichend beeindruckt zu haben, um ihn vor weiteren Delikten abzuhalten», heisst es im begründeten Urteil, das diese Woche eröffnet wurde.

Der Mann kam 1993 in die Schweiz. Er besuchte das 9. Schuljahr im Wallis. Mit 20 wurde er vom serbischen Militär einberufen. Der Beschuldigte hat vier Kinder mit drei Frauen. Er hat Betreibungen und Verlustscheine von über einer Viertelmillion Franken. Gegen das Urteil hat er Berufung angemeldet.

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