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Auf der A14 ist man nun 23 Sekunden schneller am Ziel

Trendwende auf der vollgestopften Autobahn A14: Die Zahl der Staus hat 2018 deutlich abgenommen. Das habe mit den tieferen Tempolimits zu tun, sagt der Bund.
Simon Mathis
Blick auf die A14 im Bereich Rathausen. (Bild: Pius Amrein, 20. August 2019)

Blick auf die A14 im Bereich Rathausen. (Bild: Pius Amrein, 20. August 2019)

Auf der Autobahn A14 zwischen Emmen und Rotkreuz sorgen Staus regelmässig für Ärger. Besonders der Rontalzubringer und der Anschluss bei Buchrain leiden unter chronischer Verkehrsüberlastung. Doch nun kommt die gute Nachricht: Die Situation hat sich in jüngster Zeit deutlich entschärft, wie die aktuellsten Zahlen des Bundesamts für Strassen (Astra) zeigen. Auf dem Abschnitt zwischen Buchrain und Rotsee (Fahrtrichtung Luzern), wo die Staugefahr jeweils am grössten ist, zeigt sich der Rückgang von Staus und stockendem Verkehr besonders deutlich:

Das ist eine Trendwende. Denn noch 2017 hatten die Staustunden auf der A14 gegenüber dem Vorjahr um satte 42 Prozent zugenommen. Den Grund für die erfreuliche Entwicklung verortet das Astra in der «Geschwindigkeitsharmonisierungs- und Gefahrenwarnanlage» (GHGW), die seit Frühling 2018 in Betrieb ist. Hinter dem sperrigen Begriff versteckt sich ein simples Prinzip: Droht eine Verkehrsüberlastung, wird das Tempolimit schrittweise auf 100 km/h oder gar 80 km/h gesenkt. Dadurch wird der Verkehr flüssiger, die Wahrscheinlichkeit, dass es zu Stau kommt, sinkt.

Dass das System Früchte trägt, meldete das Astra bereits Ende 2018 nach einer zweimonatigen Wirksamkeitsanalyse. Schon damals zeigte sich bei den Staus eine Reduktion von 60 Prozent, beim stockenden Verkehr von 25 Prozent. Die Entwicklung lässt sich nicht nur auf dem erwähnten Abschnitt zwischen Buchrain und Rotsee beobachten, sondern auch an anderen Messstellen auf der A14. Kein Wunder hat die durchschnittliche Reisezeit zwischen Rütihof und Rotsee Richtung Luzern um 23 Sekunden abgenommen – in der Gegenrichtung um 7 Sekunden.

Bund: Elektronik allein ist nicht genug

Die flexiblen Tempolimits lassen die Staus natürlich nicht verschwinden – zumal die Verkehrsbelastung laut Astra weiter anwächst. Fuhren im Jahr 2010 noch täglich 56'900 Fahrzeuge durch den Tunnel Rathausen, waren es 2017 bereits 77'600 Fahrzeuge. Sollte der Verkehr weiter in diesem Ausmass zunehmen, würde die Wirkung der flexiblen Tempolimits in Zukunft wohl abnehmen, schreibt das Astra auf Anfrage. Mit anderen Worten: Allein mit Elektronik ist der Verkehrszuwachs nicht zu bewältigen. Deshalb brauche es einen Sechsspur-Ausbau zwischen Buchrain und Rotsee, wie er im Rahmen des Bypass-Projektes vorgesehen ist.

Dass die Situation an der A14 weiterhin für Unmut sorgt, zeigt zudem eine Petition des Gewerbevereins Buchrain-Perlen. Diese fordert vom Luzerner Regierungsrat Massnahmen gegen die Staus, die sich von der A14 auch auf die Dörfer rund um den Anschluss Buchrain auswirken. Die Petition verlangt, mit baulichen Massnahmen für Verbesserungen zu sorgen. Ende Juni wurde die Petition mit über 4500 Unterschriften eingereicht.

Relativ konstant bleibt die Unfallhäufigkeit auf der A14. Im vergangenen Jahr ereigneten sich insgesamt 76 Unfälle – in 33 Fällen wurden Personen verletzt. 2017 waren es 73 Unfälle, davon 37 mit Verletzungen.

Auf der A14 hat der Güterverkehr abgenommen

Der Verkehr auf den Nationalstrassen nimmt weiter zu. Von 2017 auf 2018 stieg die Fahrleistung um 0,1 Prozent. Im Vorjahr lag die Zunahme noch bei 1 Prozent. Die stärkste Belastung hat weiterhin die A1 zwischen Lausanne und Yverdon zu tragen. Die Zu- und Abnahmen des Verkehrs lägen allesamt im moderaten Bereich, schreibt das Astra in seinem Bericht zur Verkehrsentwicklung. Der Anteil des schweren Güterverkehrs auf der A14 ging übrigens marginal um 0,5 Prozent zurück – immerhin der stärkste Rückgang auf Schweizer Nationalstrassen.

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