Auf die Plätze ...

Chefredaktor Jérôme Martinu zu den sportlichen Ausbildungszentren in unserer Region.

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Jérôme Martinu

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Eishalle mit Tribüne, Dreifachturnhalle, vier 80-Meter-Sprintstrecken, 3000 Quadratmeter Athletiktrainingsflächen, 25 Doppelzimmer, Schulungsräume, Auditorium, öffentliche Mensa: In Cham geht es bald los mit dem Bau eines grossen Sport- und Forschungszentrums. Der Standort ist kein Zufall. Denn Investor oder Mäzen für dieses Athletik-Kompetenzzentrum ist kein Geringerer als EVZ-Präsident Hans-Peter Strebel. 50 Millionen Franken zahlt der Unternehmer für den Bau des sogenannten OYM – aus seiner Privatkasse. Renditeziel? Eine schwarze Null.

Die Abkürzung OYM steht für den englischen Ausspruch «On your marks», also «Auf die Plätze». Mit dem OYM scheint ein Sportförderungsprojekt mit grossem Potenzial an der Start­linie zu stehen. Spitzenathletinnen und -athleten sollen im Training von Forschern begleitet werden, um so ihre Leistung maximal zu steigern. Der EVZ und die Eishockey-Nationalmannschaft werden dort trainieren. Das Zentrum ist aber auch für andere Disziplinen und Einzelsportler offen.

Mit dem OYM gibt es in unserer Region bereits das zweite Ausbildungszentrum im Umfeld eines Spitzenvereins. Auch beim FC Luzern hatte man erkannt, wie wichtig gerade bei Nachwuchstalenten die Nähe zwischen Training und schulischer Ausbildung ist. In der 2014 eröffneten Pilatus-Akademie absolvieren bei den Luzerner Allmend-Sportanlagen rund 100 junge Talente, auf Trainingsbedürfnisse abgestimmt, ihre kaufmännische Ausbildung. Auch junge Musiker nutzen die Einrichtung. Die Zentren in Luzern und ab 2020 in Cham sind ein Gewinn für den Sport, insbesondere, weil sie Regionalität und Nachhaltigkeit im Fokus haben. Also: auf die Plätze, fertig – los!

Jérôme Martinu, Chefredaktor

jerome.martinu@luzernerzeitung.ch