AUFBEWAHRUNG: Eichhof gibt 12 Laufmeter Material ins Archiv

Mit 580 Laufmeter Akten sind dem Staatsarchiv Luzern 190 weniger als im Vorjahr übergeben worden. Und die Menge der zu vernichtenden Akten brachte sogar den Shredder zu Fall.

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Staatsarchivar Jürg Schmutz wird am nächsten Samstag am Tag der offenen Tür interessierten Leuten das Staatsarchiv in Luzern zeigen.  

Fotografiert am 15. November 2007 in Luzern.
(NeueLZ/Manuela Jans)

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Archivar (Bild: Manuela Jans  (Neue LZ) (Neue Luzerner Zeitung))

Staatsarchivar Jürg Schmutz wird am nächsten Samstag am Tag der offenen Tür interessierten Leuten das Staatsarchiv in Luzern zeigen. Fotografiert am 15. November 2007 in Luzern. (NeueLZ/Manuela Jans) Staatsarchiv Archiv Archivar (Bild: Manuela Jans (Neue LZ) (Neue Luzerner Zeitung))

Die Anzahl der Aktenablieferungen (51) ging leicht zurück (Vorjahr 58), ihr Umfang betrug insgesamt 580 Laufmeter (770) und sank damit deutlich, wie es im Jahresbericht des Staatsarchivs Luzern heisst. Ein beträchtlicher Teil davon betreffe Unterlagen, die – aus rechtlichen oder administrativen Gründen – nur zeitlich befristet aufbewahrt werden müssen. Auch die Anzahl der abliefernden Stellen hat sich erneut reduziert. Der Rückgang ist unter anderem auf die Tatsache zurückzuführen, dass die Dienststelle Steuern 2008 weniger Unterlagen vorzeitig ablieferte; mit 160 Lfm. war ihr Abgabevolumen halb so umfangreich wie im Vorjahr.

136 Laufmeter nichtstaatliches Material
Bei den nichstaatlichen Archivalien sind 43 Ablieferungen, auch Teil- oder Nachlieferungen von Privatarchiven mit einem Totalumfang von 136 Lfm. Darunter sind Kleinstablieferungen wie zwei Fotoalben der Ferienkolonie des Vinzenzvereins Luzern in Andest im Jahr 1942 oder die Unterlagen des Bundes Schweiz. Kath. Weggefährtinnen (0,8 Lfm.). Wesentlich umfangreicher sind die Archive der Firmen Granador (16 Lfm.) und Eichhof (12 Lfm.), der Gewerkschaft Transfair (17 Lfm.), die Autorendossiers und Reinzeichnungen des Rex Verlags (20 Lfm.) und der Fotonachlass von Max A. Wyss, abgeliefert von der Stiftung Fotodokumentation.

700 Boxen zum Shreddern
15 kantonale Stellen lieferten Schriftgut zur Aktenvernichtung ab, wobei der Rekordwert des Vorjahres (610) mit 700 Boxen nochmals übertroffen wurde. Der Shredder musste denn auch nach rund 15 Jahren durch ein neues Modell derselben Firma ersetzt werden. Wichtigster Kunde war wiederum die Kantonspolizei, gefolgt vom Amt für Migration. Daneben wurde bereits früher abgeliefertes, als nicht archivwürdig bewertetes Material im Umfang von ca. 120 Laufmetern (Vorjahr 200) vernichtet. Das Gesamtgewicht lag wiederum bei etwas über 25 Tonnen.

Rückgängige Nutzung
485 Benutzerinnen (Vorjahr 496) und 37 (28) Dienststellen benutzten Bestände des Staatsarchivs, wobei die reinen Lesesaal- und Bibliotheksbenutzungen nicht erfasst sind. Diese Personen waren an 3378 Tagen (3955) im Archiv. 308 Personen (215) konnten an 21 (17) Führungen das Archiv «hinter den Kulissen» besichtigen. Diese Zahlen waren in den letzten Jahren rückläufig. Im Gegensatz zur Anzahl Benutzertage hat die Anzahl der Aktenbestellungen markant zugenommen, insbesondere die aufwändigeren Ausleihen an Dienststellen.

scd