Auffahrtsumritte im Kanton Luzern: Hoch zu Ross und zu Fuss bitten sie um Gottes Segen

22 Kilometer von Hitzkirch über Ermensee, Aesch, Müswangen und wieder zurück nach Hitzkirch führt der traditionelle Auffahrtsumritt Hitzkirch. Eine Rolle spielte dabei auch der ökumenische Gedanke.

Susanne Balli
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Der Hitzkircher Auffahrtsumritt bei der Ankunft unterhalb des Schlosses Heidegg.
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Der Hitzkircher Auffahrtsumritt bei der Ankunft unterhalb des Schlosses Heidegg.
Der Hitzkircher Auffahrtsumritt bei der Ankunft unterhalb des Schlosses Heidegg.
Der Hitzkircher Auffahrtsumritt bei der Ankunft unterhalb des Schlosses Heidegg.
Der Hitzkircher Auffahrtsumritt bei der Ankunft unterhalb des Schlosses Heidegg.
Der Hitzkircher Auffahrtsumritt bei der Ankunft unterhalb des Schlosses Heidegg.
Auffahrtsumritt rund um Beromuenster.
Auffahrtsumritt rund um Beromuenster.
Auffahrtsumritt rund um Beromuenster.
Auffahrtsumritt rund um Beromuenster.
Auffahrtsumritt rund um Beromuenster.

Der Hitzkircher Auffahrtsumritt bei der Ankunft unterhalb des Schlosses Heidegg.

Bild: Roger Grütter, 30. Mai 2019

In aller Herrgottsfrühe geht es los. Während mit dem ersten Vogelgezwitscher der Tag langsam erwacht, machen sich um 5 Uhr rund 40 Reiterinnen und Reiter mit ihren Pferden auf den 22 Kilometer langen Prozessionsweg. Am gestrigen 487. Auffahrtsumritt Hitzkirch nahm bei trockenem Wetter auch viel Fussvolk teil.

Es ist jedes Mal ein eindrückliches Bild, wenn die berittene Kolonne durch die Landschaft zieht. In Aesch hält die Prozession für einen Feldgottesdienst inne. Bei diesem feiert auch die Pfarrerin der reformierten Kirche Muri Sins, Bettina Lukoschus mit, welche dieses Jahr bereits zum 19. Mal umreitet. «Damit kommt bei der Auffahrtsprozession Hitzkirch auch der ökumenische Gedanke zum Tragen», sagt Claudia Wedekind, Kirchenrätin von Hitzkirch.

Der Weg führt hinauf nach Hämikon und Müswangen, wo am Mittag die Reiterinnen und Reiter mit ihren Pferden die Pferdesegnung empfangen. Am Nachmittag dann der Höhepunkt: Angeleitet vom Musikverein Hitzkirch zieht die Prozession feierlich in Hitzkirch ein, wo die Festpredigt stattfindet. Mit der Schlussandacht in der Pfarrkirche endete der Auffahrtsumritt.

Auch ab Sempach, Beromünster, Grosswangen, Altishofen und Ettiswil fanden gestern die Auffahrtsumritte statt. Diese traditionellen Prozessionen wurden vor zirka 500 Jahren von der geistlichen Obrigkeit eingeführt, um in schwierigen Zeiten um Gottes Segen für Menschen, Tiere und Dörfer zu erbitten.