AUFRUF: Die Stadt sucht Freiwillige für Betagtenzentren

In den Betagtenzentren und Pflegewohnungen der Stadt Luzern arbeiten rund 110 Freiwillige, in Littau rund 40. Nun sollen es mehr werden – die Stadt startet einen Aufruf.

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«Latinlover», der nach einem «spektakulären Treppensturz nicht mehr gut zu Fuss ist, sucht freiwillige Mitarbeiterinnen für seine Ausflüge». (Ausschnitt aus dem Kampagnenplakat)

«Latinlover», der nach einem «spektakulären Treppensturz nicht mehr gut zu Fuss ist, sucht freiwillige Mitarbeiterinnen für seine Ausflüge». (Ausschnitt aus dem Kampagnenplakat)

Vor allem ältere Menschen, vorab hochbetagte, laufen Gefahr zu vereinsamen, wie es im von Sozialdirektor Ruedi Meier verfassten Vorwort in der Informationsbroschüre der Stadt Luzern zum Thema heisst. Die professionellen sozialen und medizinischen Unterstützungsangebote garantierten zwar das Lebensnotwendigste an Versorgung und Hilfe. In vielen Situationen reiche dies jedoch nicht aus. Zusätzliche Unterstützung und Zuwendung würden nötig, seien aber nicht mehr finanzierbar.

Demografischer Wandel
Aufgrund der demografischen Entwicklung würden zudem die Bewohner der Betagtenzentren und Pflegewohnungen zunehmend weniger Angehörige haben, es wird mehr Singles geben und die Menschen treten später in die Heime ein – zu einem Zeitpunkt, wo viele Bekannte bereits verstorben sind. Die sozialen Kontakte und das soziale Leben blieben aber für das Wohlbefinden wichtig. Vor diesem Hintergrund könne die Freiwilligenmitarbeit eine grosse Lücke schliessen und eine wichtige Funktion übernehmen.

Die Sozialdirektion und die Dienstabteilung Heime und Alterssiedlungen der Stadt Luzern möchten die Freiwilligenmitarbeit aufwerten und ausbauen, so Meier weiter. Gesucht seien Frauen und Männer, die sich die Zeit zur Betreuung einer betagten Person nehmen.

Begleiten, mitjassen, vorlesen
Freiwillige Arbeit in den Betagtenzentren und Pflegewohnungen kann sein: zum Arzt begleiten, im Park spazieren, einen Chor dirigieren, Fahrdienst anbieten, beim Jassen unterstützen, auf dem Klavier begleiten, Zeitung vorlesen usw. Dauer und Regelmässigkeit der Besuche können ebenfalls individuell gestaltet werden. Wichtig ist, dass die Tätigkeit den Freiwilligen Freude bereitet und gegenseitig eine Bereicherung darstellt, wie es weiter heisst.

scd