Aufwand für Abwasserreinigung zahlt sich aus

Dank der gut ausgebauten Abwasserreinigung hat sich der Zustand der Gewässer im Kanton Luzern in den vergangenen fünfzig Jahren deutlich verbessert. Am Tag des Abwassers hat die Luzerner Bevölkerung Gelegenheit, Einblick zu nehmen in die Abwasserreinigung eines Industriebetriebes.

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Die Abwasserreinigungsanlage der Region Luzern. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Die Abwasserreinigungsanlage der Region Luzern. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Der Kanton Luzern schützt seine Gewässer und hat leistungsstarke Abwasserreinigungssysteme im Gesamtwert von insgesamt 2,4 Milliarden Franken. Bereits seit längerer Zeit setzt der Kanton Luzern auf wenige grosse Abwasserreinigungsanlagen (ARA), statt viele kleine. Durch ARA-Zusammenschlüsse werden Reinigungsleistungen erhöht, kleine, empfindliche Gewässer entlastet und langfristig Kosten gesenkt.

Ziel ist deshalb, die Energieeffizienz stetig zu verbessern. Durch Verwertung von Klärgas werden in Blockheizkraftwerken von ARA seit 30 Jahren Wärme und Strom produziert. Seit 2005 speist die ARA Region Luzern Klärgas ins Erdgasnetz ein. Der Kanton Luzern will zukünftig vermehrt auch Abwärme aus Abwasser nutzen. So soll die Kantonsschule Seetal mit der Abwärme aus Abwasser der ARA Hochdorf beheizt werden.

Im Kanton Luzern gibt es rund 22'000 Betriebe. Bei 4'000 davon ist Abwasser ein Thema und etwa 1'700 haben eine eigene Vorbehandlungsanlage für Abwasser. Etwa sieben Millionen Kubikmeter Betriebsabwasser werden so jährlich gereinigt, was der Kanalisation den Kläranlagen und den Gewässern zugute kommt.

Am Tag des Abwassers stellt die Ramseier Suisse AG im Betrieb Hochdorf das betriebseigene Abwassermanagement vor. Interessierte sind eingeladen, an einer Führung teilzunehmen und die Funktionsweise einer Abwasservorbehandlungsanlage (AVA) kennen zu lernen. Die Produktionssteigerung der Ramseier Suisse AG, Betrieb Hochdorf, führte in der Vergangenheit zu einer starken Zunahme der betrieblichen Abwasserfrachten. Dadurch hätte die kommunale ARA Hochdorf ausgebaut werden müssen – dies mit grosser Kostenfolge. Dank dem Bau einer betriebseigenen AVA konnte die kommunale ARA entlastet werden – die Investitionen sind auf einen Fünftel gesunken.

pd/zim

HINWEIS
Die Führungen der Ramseier Suisse AG finden am Samstag, 21. Mai, 14 bis 17 Uhr, im Betrieb Hochdorf Niffel statt.