Augen auf, Luzernerinnen und Luzerner! Bunte Steine rocken die Region

Ein kurioser Trend macht seit dem letzten Sommer die Schweiz bunt – und hat auch in Luzern Fuss gefasst: Steine werden kunstvoll bemalt und in der Natur ausgesetzt, um dort von glücklichen Findern gefunden zu werden. Was es damit auf sich hat.

Linda Leuenberger
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Im Juni des vergangenen Jahres haben Evelyn und Stefan Truttmann einen Versuch gewagt: Sie riefen die Facebook Gruppe «CH rocks – Original» ins Leben. Und sie haben damit einen Nerv getroffen: Sage und schreibe mehr als 42'000 Mitglieder zählt die Gruppe nun, sieben Monate später. Was sie tun? Steine bemalen. Warum? Schlicht und einfach, um anderen Menschen eine Freude zu bereiten.

Ein ziemlich einfaches Rezept – und doch ein sehr erfolgreiches. Menschen in der ganzen Schweiz bemalen mittlerweile grosse und kleine Steine mit beliebigen Sujets und setzen sie irgendwo aus, wo sie von jemand anderem gefunden werden können. Die Spielregeln: Wer einen findet, darf ihn behalten – oder ihn wo anders platzieren, um ihn auf eine Reise zu schicken. Ganz wichtig: Den Fund oder das eigene Kunstwerk auf Facebook posten. Mitmachen dürfen und sollen alle, die Lust dazu haben.

Auch Luzernerinnen und Luzerner wurden vom Steinefieber erfasst: Alleine seit Beginn des neuen Jahres wurde eine Vielzahl Beiträge in der «CH rocks – Original»-Gruppe geteilt – von Steinen, die in und um Luzern bemalt, ausgesetzt, gefunden und weitergeschickt wurden. Auf Anfrage hat uns Evelyn Truttmann einige der begnadetsten Steinemalerinnen aus der Region Luzern rausgepickt. Dann heisst es jetzt: Augen auf beim Spazieren! Nicht, dass einem eins dieser Kunstwerke entgeht:

7 Bilder

Begonnen hat alles im Urlaub in Florida

Das Zürcher Gründerehepaar ist im Urlaub in Florida auf einen kleinen mit einer Blume bemalten Stein gestossen, wie Evelyn und Stefan Truttmann gegenüber Zentralplus erzählten. Auf der Rückseite des Steins war eine Facebook-Gruppe vermerkt, nach deren Vorbild die beiden zurück in der Schweiz kurzum ein ähnliches Unterfangen gestartet haben. In der Facebookgruppe schrieben die Truttmanns im Juli, dass sie mit 250 eigenen Steinen in ihr «Herzensprojekt» gestartet sind. Und dass sie sich freuen, ihre Freude am neu gewonnenen Hobby nebst ihren Liebsten auch «mit allen Unbekannten, die sich anstecken lassen wollen und können» zu teilen. Nun – das scheint ja geklappt zu haben!