Digitale Weihnachtskrippe

Die Peterskapelle kann man jetzt digital erleben – ein Projekt der Hochschule Luzern macht es möglich

Die Hochschule Luzern hat gemeinsamen mit der Luzerner Peterskapelle eine digitale Weihnachtskrippe geschaffen. Diese kann bis anfangs Januar besichtigt werden.

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Die Kirche wird moderner: Mit Tablets in die Zukunft.

Die Kirche wird moderner: Mit Tablets in die Zukunft.

Bild: Hochschule Luzern

(zgc) Sie hat bereits 840 Jahre auf dem Buckel - ist jedoch derzeit wahrscheinlich die modernste. Die Rede ist von der Luzerner Peterskapelle. Wie die Hochschule Luzern in einer Mitteilung schreibt, hat sie in Kooperation mit dieser die landesweit erste Augmented-Reality-Weihnachtskrippe entwickelt.

Zwei Tablets machen die virtuelle Krippe für Besucher der Kapelle sichtbar. Ochs, Esel und Christkind werden auf den Bildschirmen der Geräte scheinbar direkt ins Kirchenschiff und in den Chor mit seinem marmornen Altar hineinprojiziert. Menschen und Tiere sind dreidimensional modelliert. Betrachter können mit dem Tablet quasi um sie herumgehen; fast so, als wären sie real.

«Unser ‹Krippen-Personal› sieht aufgrund der benötigten Rechenleistung und der kurzen Entwicklungszeit vielleicht schlicht aus, dafür bewegt es sich sehr lebendig»,

wird Projektleiter Richard Wetzel in der Mitteilung weiter zitiert. Er ist im Immersive Reality Research Lab der Hochschule Luzern, welches auf die Verbindung digitaler und physischer Erfahrungen spezialisiert ist.

Krippe kann auch Zuhause besichtigt werden

Neu kommt das 3D-Modell auch in der Heim-Version der Weihnachtskrippe zum Einsatz. Die Krippe ist nämlich nicht nur vor Ort via Tablet, sondern auch von Zuhause aus zugänglich – eine Virtual-Reality-Brille ist dafür nicht nötig. Um die Krippe möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen, entschied sich das Projektteam dazu, eine Version für Webbrowser zu erstellen. Sie ist also auf einem gewöhnlichen Browser abrufbar.

Nutzerinnen und Nutzer können die verschiedenen Figuren selbst in die digitale Kapelle platzieren und der Krippe mit einer geschriebenen oder gesprochenen Grussbotschaft sogar eine persönliche Note verleihen und Freunden oder Verwandten senden. Diese selbst erstellten Grussbotschaften landen dann wiederum auch in Augmented-Reality-Installation in der Kirche, wo sie von den Besucherinnen und Besuchern vor Ort betrachtet werden können.

Mehr Infos unter www.news.hslu.ch/weihnachtskrippe