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Ausbau des Tiefbahnhofs verschoben: Gewinn für unsere Region

Alexander von Däniken zum Tiefbahnhof.
Alexander von Däniken
Alexander von Däniken (Bild: Pius Amrein)

Alexander von Däniken (Bild: Pius Amrein)

Es hätte schlimmer kommen können: Der Bundesrat will den Luzerner Tiefbahnhof noch nicht im nächsten Bahnausbauschritt berücksich­tigen. Anstelle des grössten Zentralschweizer Bahnprojekts schickt er den Zimmerberg­tunnel II in die Vernehmlassung. Dieser soll nicht in einer abgespeckten Variante erstellt, sondern für 2,2 Milliarden Franken voll ausgebaut werden.

Auch wenn sich die Realisierung des je nach Berechnung 2,4 bis 3,4 Milliarden teuren Tiefbahnhofs bis mindestens 2040 nach hinten verschiebt: Der nun präsentierte Bahnausbauschritt ist für die Zentralschweiz ein Gewinn. Ein zweiter Zimmerbergtunnel ermöglicht mehr und schnellere Verbindungen zwischen Zürich und Zug. Und der vom Bundesrat ebenfalls berücksichtigte Doppelspurausbau auf dem Zentralbahnnetz macht die Verbindungen zwischen Luzern, Engelberg und Interlaken noch attraktiver. Diese beiden Projekte werden die Nachfrage nach dem Verkehrsknoten Luzern noch verstärken und damit den Ausbaudruck erhöhen.

Das ganze Paket aus Zimmerbergtunnel II und Tiefbahnhof wäre sowieso unrealistisch gewesen. Zu viel Platz hätten die Kosten von über 6 Milliarden Franken in der schweizweiten 11,5-Milliarden-Bahnausbau­vorlage eingenommen. Bei der endgültigen Höhe ist das letzte Wort aber noch nicht gesprochen. Spätestens Ende 2018 werden die eidgenössischen Räte über den Ausbauschritt beraten. Auch wenn dann mehr Geld gesprochen wird, dürfte es für den Tiefbahnhof nicht reichen. Das gilt im Moment auch für dessen Vorfinanzierung. Die ist jetzt zwar möglich – sie macht aber keinen Sinn, solange der Bund die Rückzahlung nicht garantiert.

Alexander von Däniken

alexander.vondaeniken@luzernerzeitung.ch

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