AUSBILDUNGSZENTRUM: Wettkampf der Kranführer in Sursee

Nicht alle «Kränler» sind gleich schnell und sicher beim Verladen. Das zeigte sich am 1. Kranführer-Cup in Sursee.

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Wettkampfteilnehmer Smajl Gashi in der Führerkabine des Liebherr-Krans. (Bild Manuela Jans/Neue LZ)

Wettkampfteilnehmer Smajl Gashi in der Führerkabine des Liebherr-Krans. (Bild Manuela Jans/Neue LZ)

Hoch oben, in 30 Metern Höhe, sitzt Smajl Gashi in der Führerkabine des gelben Liebherr-Krans. Konzentriert manövriert er einen Betonkübel durch die Luft, um ihn punktgenau abzustellen. Und das möglichst schnell. Gashi ist einer der 30 Teilnehmer am ersten Kranführer-Cup, der am Samstag im Ausbildungszentrum des Schweizerischen Baumeisterverbands in Sursee stattgefunden hat. Der 38-Jährige, der seit 17 Jahren bei der Firma Landis Bau in Rotkreuz als «Kränler» arbeitet, hatte sein Arbeitsgerät voll im Griff. Er teilte sich den ersten Rang mit Anton Ronner aus Siebnen.

Grosses Leistungsgefälle
Eine eigentliche Kranführerausbildung gibt es in der Schweiz bislang nicht. «Es ist nur eine dreitägige auf Sicherheit ausgerichtete Grundausbildung vorgeschrieben», erklärt Thomas Stocker, Leiter Ausbildung Hochbau. Das Leistungsgefälle sei entsprechend gross. Dem will das Ausbildungszentrum mit einem neuen, achttägigen Kurs entgegenwirken: «Kranführer können ab jetzt ein Diplom machen, das garantiert, dass sie Manöver in einer gewissen Zeit absolvieren können.» In den nächsten zehn Jahren sollen 5000 Kranführer ausgebildet werden. Denn dies habe für Baufirmen einen wirtschaftlichen Nutzen, sagt Stocker. «Solange der Kranführer am Verladen ist, müssen die anderen Arbeiter warten.»

Corinne Schweizer