AUSBRECHER VON WILLISAU: Veton Kastrati zog es ins Gefängnis

Verbrecher Veton Kastrati sass nicht per Zufall in Willisau. Er war dahin versetzt worden, weil er sich in der Jugendanstalt höchst widerborstig benommen hatte.

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Die Aussenstelle des Grosshofs in Willisau. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Die Aussenstelle des Grosshofs in Willisau. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Noch immer befindet sich der 20-Jährige auf der Flucht. Dass der im Kanton Aargau wohnhafte Verbrecher in Willisau seine Strafe absass, hat einen besonderen Hintergrund. Sein Aufenthalt im Kanton Luzern hängt mit einer versuchten Tötung zusammen, die er als 17-Jähriger verübte: Noch minderjährig wurde er in eine Erziehungsanstalt eingewiesen.

Doch im Vollzug legte er sich derart quer, dass die Betreuer an Grenzen stiessen. Kastrati konnte und wollte nicht einmal mehr die Reststrafe in der Jugendanstalt absitzen. Anstatt erzieherische Massnahmen über sich ergehen zu lassen, zog es Kastrati vor, ins Gefängnis zu zügeln. Man suchte für den jungen Mann einen Gefängnisplatz im Erwachsenenstrafvollzug.

In Willisau wurden die Behörden fündig. Vor seiner Einweisung sass er längere Zeit in U-Haft. Da es dort zu keinerlei Klagen Anlass gab, hielt man Veton Kastrati und dessen Fluchtkumpane für nicht gefährlich.

Thomas Heer

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der «Zentralschweiz am Sonntag».