Ausländerin heiratet kokainsüchtigen Schweizer

Das Luzerner Obergericht hat eine 26-jährige Frau aus Aserbeidschan der versuchten Widerhandlung gegen das Ausländergesetz schuldig befunden. Sie hatte 2006 einen damals 45-jährigen, kokainsüchtigen Schweizer geheiratet, um ihre Aufenthaltsbewilligung zu verlängern.

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Laut dem am Dienstag publizierten Urteil hatten die Behörden die Scheinehe aufgedeckt, als der Ehemann im Zusammenhang mit Drogendelikten festgenommen wurde. Bei der Befragung erklärte er, er habe die Frau nur zum Schein geheiratet.

Obwohl der Mann seine Aussage später widerrief, kamen die Richter aufgrund zahlreicher Indizien zum Schluss, dass eine Scheinehe vorliegt. Die Angeklagte versuchte die Behörden zu täuschen, um die Aufenthaltsbewilligung zu verlängern. Da die Bewilligung aber nicht erteilt wurde, blieb es beim Versuch.

Das Obergericht verurteilte die Frau zu einer bedingten Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu je 70 Franken (2100 Franken), bei einer Probezeit von zwei Jahren. Zudem wurde ein Busse von 400 Franken gesprochen. Schliesslich gehen auch die Untersuchungs- und Gerichtskosten von 3600 Franken zulasten der Angeklagten.

Die Frau zog das Urteil ans Bundesgericht weiter. Dieses hat die Beschwerde jedoch abgewiesen. Das Urteil ist somit rechtskräftig. Ob die Frau die Schweiz inzwischen verlassen hat, entzieht sich der Kenntnis des Gerichts.

sda