AUSSCHREITUNGEN: FC Luzern bestraft Fussball-Rowdies hart

Die Ausschreitungen anlässlich des Cup-Halbfinals zwischen Luzern und Sion im April haben Folgen: Der FC Luzern spricht 42 Stadionverbote aus und fordert 27'000 Franken Schadenersatz.

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Die Ausschreitungen nach dem Spiel Luzern gegen Sion. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ; Bearbeitung scd)

Die Ausschreitungen nach dem Spiel Luzern gegen Sion. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ; Bearbeitung scd)

Im Anschluss an die Cup-Halbfinal-Partie zwischen Luzern und Sion vom 13. April 2009 ist es auf dem Spielfeld zu wüsten Szenen gekommen. Anhänger beider Teams stürmten den Platz und lieferten sich eine Massenschlägerei.

Nun hat der FC Luzern durchgegriffen: 42 Beteiligte erhalten ein Stadionverbot. Ihnen wird zusätzlich eine Schadenersatz­forderung von insgesamt 27'000 Franken in Rechnung gestellt, wie es in der Medienmitteilung des FCL am Mittwoch heisst. Die Hälfte der Betroffenen werden zusätzlich mit einem Rayonverbot belegt.

Fussballverband begrüsst Entscheid
Die 42 ausgesprochenen Stadionverbote sind zwischen zwei und drei Jahren gültig und gelten in allen Stadien der Swiss Football League in der Schweiz und in Liechtenstein. Verstösse gegen das Stadionverbot werden mit einer Anzeige wegen Hausfriedensbruch geahndet, heisst es in der Mitteilung weiter.

Ulrich Pfister, der Sicherheitsverantwortliche des Schweizerischen Fussballverbands (SFV), begrüsst die Vorgehensweise des FC Luzern ausdrücklich: «Luzern liess sich gewiss Zeit für die Entscheidungsfindung, setzt nun aber ein unmissverständliches Zeichen mit Nachhaltigkeit. Die Botschaft ist eindeutig: Wer sich an Heimspielen des FCL etwas zu Schulden kommen lässt, wird dank der Zusammenarbeit von Vereinen, Fussballverband und Behörden identifiziert und sanktioniert.»

Kopfgeld auf Petardenwerfer
Anlässlich des Barrage-Spiels Luzern gegen Lugano vom 13. Juni 2009 wurde aus dem Luzerner-Fansektor eine Petarde auf das Spielfeld geworfen, die dem Schiedsrichterassistenten ein Hörtrauma bescherte und beinahe zum Abbruch des Spiels führte. Nun setzt der FC Luzern eine Belohnung von 3000 Franken aus für Hinweise, die den Täter (Petardenwerfer) überführen.

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