AUSSTELLUNG: Die Kunsthalle Luzern lädt zur «Löwen Safari»

Mit der Ausstellung «Löwen Safari» lanciert die Kunsthalle Luzern ihr Mehrjahresprojekt «Löwendenkmal 21». Der König der Tiere wird dafür unter unterschiedlichen Aspekten thematisiert. Dabei geht es neben dessen Darstellung auch um das Aussterben.
Löwenmensch, Jungpaläolithikum, Museum Ulm. (Bild: PD)

Löwenmensch, Jungpaläolithikum, Museum Ulm. (Bild: PD)

Die Ausstellung, die am Freitag Vernissage feierte, vereint Werke von 13 Künstlern unterschiedlicher Generationen aus Luzern, der Schweiz und dem Ausland. Der Japaner Tatsuma Takeda etwa gibt mit einer Installation aus Fotografie und Skulpturen Einblick in seine künstlerische Forschung zur Bedeutung des Löwen im japanischen Shintoismus.

Zu sehen ist mit einer Replik des «Löwenmenschen» aus Ulm auch eine der frühsten Skulpturen der europäischen Urgeschichte. Ihr Alter wird auf 35'000 bis 40'000 Jahre geschätzt, das Original ist aus Mammutelfenbein gefertigt.

Der zweite Teil der Ausstellung trägt den Titel «eine kleine Löwenmanege» und zeigt Werke, die sich für das Motiv des Löwen interessieren. Da reitet etwa ein Mädchen im Streifenpulli auf einem Löwen im Gemälde der Luzernerin Irene Bisang oder sitzt ein Löwe einer Dame im weissen Kleid auf der Schoss auf dem Bild, das die deutsche Künstlerin Orphea Heutling zur Ausstellung beiträgt.

«Chor der ausgestorbenen Tiere»

Noch dauert es rund vier Jahre bis zum 200-Jahr-Jubiläum des Luzerner Löwendenkmals, das die Ausstellungsmacher inspirierte. Darauf ist auch das Gesamtprojekt «Löwendenkmal 21» ausgelegt. Es zeigt in der aktuellen Ausstellung darum drei Werke, die sich in den kommenden Jahren weiterentwickeln werden.

Dazu zählt die Idee «Löwendenkmal 2.0» des in Küssnacht lebenden Andreas Weber. Er macht das Löwendenkmal zum Mahnmal für die aktuelle Bedrohung des Löwen und tut dies mittels einer Klanginstallation. Sie setzt sich aus Tierstimmen ausgestorbener Spezies' zusammen und ist als Pilotprojekt in der Kunsthalle zu hören, bevor sie dereinst im Park des Löwendenkmals installiert werden soll.

Dank der Österreicherin Katharina Swoboda erfahren die Ausstellungsbesucher, dass auch das amerikanische Atlanta ein Löwendenkmal hat und wie es um die Parallelen zum Luzerner Original steht.

Die Ausstellung wird von einem permanent präsenten Symposium begleitet. Kuratiert wurde die Schau von Peter Fischer. Sie dauert bis am 1. Juli 2018. Die Stadt Luzern unterstützt das Gesamtprojekt. (sda)

Tatsuma Takeda, Under the Same Starry Sky, 2015. (Bild: PD)

Tatsuma Takeda, Under the Same Starry Sky, 2015. (Bild: PD)

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