AUSSTELLUNG: Drei neue Ausstellungen im Kunstmuseum Luzern

Das Kunstmuseum Luzern zeigt vom Samstag bis am 12. Februar 2017 drei neue Ausstellungen. Zu sehen sind Werke von Zentralschweizern, der gebürtigen Zürcher Videokünstlerin Sabrina Labis und der Deutschen Collage-Schöpferin Frauke Dannert, die erstmals in der Schweiz ausstellt.

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Das Kunstmuseum Luzern, gegenüber vom Bahnhof. (Bild: René Meier/Neue LZ)

Das Kunstmuseum Luzern, gegenüber vom Bahnhof. (Bild: René Meier/Neue LZ)

30 Künstlerinnen und Künstler können an der diesjährigen Jahresausstellung Zentralschweizer Kunstschaffen ihre Werke zeigen, teilte das Kunstmuseum anlässlich der Vernissage vom Freitag mit. Total hatten sich 180 Kunstschaffende um einen Ausstellungsplatz beworben.

Die Jahresausstellung biete den Besucherinnen und Besuchern Einblick in das künstlerische Schaffen in ihrer Umgebung. Die Kunstschaffenden hätten Gelegenheit, ihr Werk prominent einem grossen Publikum vorzustellen.

Die Arbeiten, die ausgestellt werden, wurden von einer Jury ausgewählt, welcher der Kurator Heinz Stahlhut, die Schwyzer Kunsthistorikerin Anna-Brigitte Schlittler und die Zürcher Künstlerin Loredana Sperini angehören.

An der Jahresausstellung werden jeweils zwei Preise vergeben. Der Jurypreis der Zentralschweizer Kantone besteht aus 12'000 Franken und dem 3000 Franken teuren Ankauf eines Werkes, der Ausstellungspreis der Kunstgesellschaft aus einer Kabinettausstellung im Kunstmuseum.

Künstlerin regt Wertediskussion an

Die Siegerin des letztjährigen Ausstellungspreises, Sabrina Labis, kann nun im Rahmen der diesjährigen Jahresausstellung ihre Kabinettausstellung präsentieren. Die 26-Jährige will mit der Installation "You are the only one" dazu anregen, über Werte, Jurys, Algorithmen, Rankings, Likes und die Sehnsucht, geliebt zu werden, nachzudenken. Labis nutzt die Bilderflut im Internet. Sie verbindet diese mit Animationen, Bildcollagen und eigenen Aufnahmen.

In der gleichen Zeit im Kunstmuseum zu sehen ist zudem Frauke Dannerts "Collage". Die 37-jährige Künstlerin, deren wichtigste Motive Architekturen sind, fügt Fotografien von Erker, Türmen, Fensterbändern oder ganzen Fassaden von Hand neu zusammen.

Für ihre Installationen arbeitet die Künstlerin mit Teppichen, Stoffen und Projektionen, um das Raumempfinden zu verändern. Für das Kunstmuseum Luzern entwickelte sie eine eigene neue Installation, die dem Pilatussaal mit farbigen Flächen über Boden und Wände ein neues Gesicht verleihen soll. (sda)