Ausstellung im Natur-Museum Luzern zeigt das Leben der Eichhörnchen

Im Natur-Museum Luzern gastiert derzeit eine Wanderausstellung über Eichhörnchen. Sie kann noch bis im April bestaunt werden.

Yvonne Imbach
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Die Sonderausstellung im Naturmuseum erlaubt Einblicke ins Leben der Eichhörnchen.

Die Sonderausstellung im Naturmuseum erlaubt Einblicke ins Leben der Eichhörnchen.

Bild: Boris Bürgisser (Luzern, 5. Dezember 2019)

Fuchsrot oder schwarz-braun, putzige Äuglein, weiches Fell und ein buschiger Schwanz: Eichhörnchen finden die meisten Menschen niedlich. In Europa kennen wir sie vor allem, wie sie munter Bäume rauf und runter flitzen, von Ast zu Ast springen und Nüsse sammeln. Eichhörnchen sind jedoch keine Schmusetiere, sondern kleine Nagetiere, die in Nadel-, Laub- und Mischwäldern leben.

So alltäglich uns die putzigen Kletterkünstler erscheinen, so wenig wissen wir über ihr wirkliches Leben hoch oben in den Baumkronen. Woraus besteht ihr Speiseplan, wozu dient ihr buschiger Schwanz? Wie sind sie verwandt mit dem Murmeltier? Weshalb stellen Grauhörnchen und Pallashörnchen eine Bedrohung für unsere Eichhörnchen dar? Das Naturmuseum Winterthur hat zu diesen Themen 2018 eine Sonderausstellung realisiert, die nun durch die Schweiz tourt und aktuell im Natur-Museum Luzern zu Gast ist.

«Das Konzept hat uns überzeugt»

Verblüffende Präparate, berührende Filme und begehbare Neste erlauben intime Einblicke in das bekannte, unbekannte Leben der Eichhörnchen. Lena Deflorin, Leiterin Vermittlung im Natur-Museum Luzern, erklärt, weshalb die Eichhörnchen-Ausstellung willkommen war:

«Wir haben diese in Winterthur gesehen, waren begeistert und wollten sie unbedingt auch bei uns zeigen. Das Konzept mit den vielen wunderschönen Präparaten, die vielen Info-Stationen und die wundervollen Filme haben uns überzeugt.»

Das Team des Natur-Museums ist fasziniert von der Anpassungsfähigkeit des Eichhörnchens. Lena Deflorin erklärt: «Diese Faszination möchten wir den Besuchern weitergeben. Eichhörnchen sind einfach superinteressante Tiere. So können sie zum Beispiel kopfvoran abwärts klettern.»

Ein Eichhörnchen in einer Glasvitrine

Ein Eichhörnchen in einer Glasvitrine

Bild: Boris Bürgisser (Luzern, 5. Dezember 2019)

Auch ökologisch wichtig

Eichhörnchen leben sowohl im Wald wie auch in der Stadt. Sie sind auch in den Stadtluzerner Wäldern und manchmal sogar mitten in Luzern anzutreffen.

Ein Eichhörnchen im Dreilindenquartier der Stadt Luzern

Ein Eichhörnchen im Dreilindenquartier der Stadt Luzern

Bild: Mika von Arx / Stadtwildtiere.ch

Dies ist auch ökologisch wichtig, wie Lena Deflorin betont: «Eichhörnchen sind Baumgärtner. Sie legen Depots mit Nüssen für den Winter an. Da sie nicht alle Depots aufbrauchen, ein Teil der Nüsse liegenbleibt und daraus neue Bäume und Sträucher spriessen, pflanzen die kleinen Nager sozusagen unseren Wald.»

Die Ausstellung «Eichhörnchen» kann bis am 19. April 2020 im Natur-Museum Luzern besucht werden und bietet sich für einen Besuch des Natur-Museums mit der Familie an.

Ein Eichhörnchen bei der Arbeit

Ein Eichhörnchen bei der Arbeit

Leserbild: Werner Geiger (Ebikon, 29. Mai 2018)
Eichhörnchen, entdeckt in Meggen.

Eichhörnchen, entdeckt in Meggen.

Leserbild: Margrith Imhof-Röthlin (9. Dezember 2019)
Nüsse knacken und Vorrat anlegen für den Winter: Ein Eichhörnchen, entdeckt in Wolhusen.

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Leserbild: Josef Lustenberger (10. Oktober 2019)
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