AUSSTELLUNG: Kunstmuseum zeigt Zentralschweizer Kunstschaffen

41 Künstlerinnen und Künstler können an der diesjährigen Jahresausstellung Zentralschweizer Kunstschaffen vom Samstag bis am 8. Februar 2015 im Kunstmuseum Luzern ihre Werke zeigen. Total hatten sich 166 Kunstschaffende um einen Ausstellungsplatz beworben.

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Ein Blick in die Jahresausstellung aus dem Jahr 2013. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ (Archiv))

Ein Blick in die Jahresausstellung aus dem Jahr 2013. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ (Archiv))

Die Jahresausstellung biete den Besucherinnen und Besuchern Einblick in das künstlerische Schaffen in ihrer Umgebung, teilte das Kunstmuseum anlässlich der Vernissage vom Freitag mit. Die Kunstschaffenden hätten Gelegenheit, ihr Werk prominent einem grossen Publikum vorzustellen.

Die Arbeiten, die ausgestellt werden, wurden von einer Jury ausgewählt, der die Thuner Künstlerin Raffaella Chiara, Fred Fischli vom ETH-Institut für Geschichte und Theorie der Architektur und die Kuratorin der Ausstellung, Brigit Kämpfen-Klapproth, angehören.

An der Jahresausstellung werden jeweils zwei Preise vergeben. Der Jurypreis/Preis der Zentralschweizer Kantone besteht aus 12'000 Franken und dem Ankauf eines Werkes, der Ausstellungspreis der Kunstgesellschaft aus einer Kabinettausstellung im Kunstmuseum.

Galerie verbleichter Meisterwerke

Die Siegerin des letztjährigen Ausstellungspreises, Anna-Sabina Zürrer, kann nun im Rahmen der diesjährigen Jahresausstellung ihre Kabinettausstellung präsentieren. Zürrer habe 2013 mit ihrer Arbeit "Fadeout", die aus einer abgerollten Filmspule an der Wand und einem am Boden angehäuften Super-8-Filmband bestand, Publikum und Jury begeistert und irritiert, heisst es in der Mitteilung.

Zürrer nennt ihre Kabinettausstellung "Meisterwerke (Auslese)". Jeden Sonntag projiziert sie Dias mit Meisterwerken der Kunst an die Wand und wäscht die Bilder mit einem speziellen Verfahren weg.

Mit diesem Bildersturm wächst während der Ausstellungsdauer eine Galerie verbleichter Meisterwerke. Die Dias stammen aus einer Schule und waren dort von neuen Medien als Lehrmittel verdrängt worden.

In der gleichen Zeit zu sehen ist zudem Sabian Baumanns "Horizontales Paradies". Diese Ausstellung versammelt neben Zeichnungen, deren Orientierungslinien der Horizont bildet, eine Gruppe von Reliefs aus ungebranntem Ton.

sda