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AUSTAUSCH: Studieren im Ausland? Bien sûr!

Immer mehr Studierende absol­­vieren ein Semester im Ausland. Solche Erfahrungen gewinnen auch für die spätere Karriere zunehmend an Bedeutung. Aber aufgepasst: Ein Auslandsemester will gut vorbereitet sein.
Drei mögliche Ziele für ein Auslandsemester (von links): die Universität Wien, die Rhodes University in Südafrika und die Purdue University in den USA. (Bilder Getty)

Drei mögliche Ziele für ein Auslandsemester (von links): die Universität Wien, die Rhodes University in Südafrika und die Purdue University in den USA. (Bilder Getty)

Daniel Schriber

Wer träumt nicht dann und wann davon, seine gewohnte Umgebung für einige Monate hinter sich zu lassen, ein neues Land, neue Leute, eine neue Kultur kennen zu lernen? Auch viele Studierende der Luzerner Hochschulen hegen diesen Wunsch – und immer mehr erfüllen sich diesen auch. Absolvierten im Studienjahr 2010/11 total 90 Studierende der Hochschule Luzern ein Semester im Ausland, stieg diese Zahl über die Jahre laufend an. Dieses Jahr sind es bereits 195. Für Katja Röösli, International Officer der Hochschule Luzern, kommt diese Entwicklung nicht von ungefähr. «Ein Auslandsemester bietet nicht nur eine gute Gelegenheit, um mehr über andere Kulturen zu erfahren und die eigenen Sprachkompetenzen zu verbessern – eine solche Erfahrung kann auch für eine spätere Tätigkeit in einem internationalen Umfeld von Bedeutung sein.»

Zwar sei ein Auslandsemester immer auch mit einigen Herausforderungen verbunden – doch seien es oftmals genau diese Hürden, die letztlich zu einer «immensen persönlichen Bereicherung» der Studierenden beitragen würden, so Röösli. Das betont auch Dave Schläpfer von der Öffentlichkeitsarbeit der Universität Luzern. «Einmal am Ziel angekommen, müssen die Studierenden zuerst lernen, sich am neuen Ort und in der neuen Lernumgebung zurechtzufinden.» Umso wichtiger sei es deshalb, dass sich die Studierenden früh genug und sorgfältig auf das Auslandsemester vorbereiteten (siehe Box). Ein Aufwand, der sich laut Schläpfer lohnt: «Mobilitätsaufenthalte werden vielfach als wichtige Horizonterweiterung erlebt.»

Sprache und weitere Hürden

Wer im Ausland studiert, nutze die Gelegenheit in der Regel dafür, um wertvolle kulturelle Erfahrungen zu sammeln und die eigenen Sprachkenntnisse zu verbessern, weiss Schläpfer. Die beliebtesten Destinationen bei den Studierenden der Universität Luzern sind die USA, gefolgt von Deutschland, Frankreich, Australien und England. Doch egal, wo es die Studierenden letztlich hinzieht: «Fest steht, dass Erfahrungen im Ausland unerlässlich sind, sofern eine akademische Karriere angestrebt wird», sagt Schläpfer. «Wir empfehlen deshalb allen Studierenden, die Möglichkeit eines Auslandsemesters wahrzunehmen.»

Grundkenntnisse in der Sprache

Studierende, die ein Semester im Ausland absolvieren möchten, müssen dafür verschiedene Voraussetzungen erfüllen. Gute Grundkenntnisse der Sprache des Gastlandes respektive der Unterrichtssprache werden gemäss Dave Schläpfer vorausgesetzt. Ausserdem muss zwischen der Heimuniversität und der vorgesehenen Universität im Ausland für das entsprechende Haupt- oder Nebenfach ein Abkommen bestehen. Studierende der Uni Luzern dürften zudem maximal zwei Semester pro Studiengang (Bachelor/Master) an einem sogenannten Mobilitätsprogramm teilnehmen. Spezifische Notenvorgaben gebe es jedoch keine, so Schläpfer. Das ist an der Hochschule Luzern etwas anders, wie Katja Röösli erklärt: «Sprachkompetenzen, Notenschnitt und teilweise auch das soziale Engagement sind ausschlaggebend, wenn sich unsere Studierenden auf Plätze bei Partnerschulen bewerben, die stark favorisiert sind, und lediglich ein limitiertes Kontingent besteht.» Das gelte zum Beispiel für die Hochschulen im englischsprachigen Raum.

Wichtig ist auch die Frage, ob sich das Semester an der Gasthochschule für das weitere Studium anerkennen lässt oder nicht – ansonsten kann das Ausland­semester eine Studienverlängerung zur Folge haben. Damit das Auslandsemester anerkannt werden kann, muss deshalb die Anrechenbarkeit der auswärtigen Studienleistungen frühzeitig abgeklärt werden.

Lehrerpraktikum im Ausland

Auch an der Pädagogischen Hochschule Luzern nutzen immer mehr Studierende die Chance, einen Teil ihrer Ausbildung im Ausland zu absolvieren. Angehende Lehrpersonen können jedoch nicht nur ein Semester in einer anderen Hochschule, sondern auch mehrwöchige Praktika absolvieren. Möglich gemacht wird dies dank entsprechenden Angeboten von PH-Partnerschulen in Frankreich, Mazedonien, Panama und Australien.

Motivierten Studierenden bringt ein Studiensemester oder ein Auslandpraktikum wertvolle Erfahrungen, die für den späteren Beruf von Nutzen sein können, betont Brigitte Kürsteiner, welche die Auslandaufenthalte der PH Luzern koordiniert. «Damit ein Auslandsemester erfolgreich ist, sollten Studierende jedoch psychisch belastbar sein, was ja auch im zukünftigen Beruf eine der Grundvoraussetzungen darstellt.»

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