Auswärtige Bade-Gäste bezahlen mehr?

Am 5. Juli öffnet die neue Krienser Badi ihre Tore. Auswärtige Besucher sollen dort mehr bezahlen als Krienser, fordert die SVP – und ist generell für die Erhöhung der Preise.

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Bauarbeiter montierten im vergangenen Winter Edelstahlbecken. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Bauarbeiter montierten im vergangenen Winter Edelstahlbecken. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Die Stadt Luzern will sie, Emmen hat sie kürzlich eingeführt: Unterschiedliche Badi- oder Hallenbadtarife für einheimische und auswärtige Besucher. Jetzt bringt SVP-Einwohnerrat Alfons Graf das Thema auch in Kriens aufs Tapet.

Am 7. Juli wird die neue, für 13,3 Millionen Franken sanierte Badi eröffnet. Graf fordert in einem Vorstoss, dass Einheimische für den Eintritt in die neue Badi weniger bezahlen sollen als auswärtige Besucher. Allerdings sollen die Eintrittspeise grundsätzlich erhöht werden. «Die ganze Anlage kostet sehr viel Geld. Das Angebot wurde massiv ausgebaut», sagt Graf. Die Absicht des Krienser Gemeinderates, die Eintrittspreise für die neue Badi auf dem gleichen Niveau zu belassen wie bisher, kann er nicht nachvollziehen: «Das ist ein Leistungsausbau zum Nulltarif. Die Gemeinde Kriens ist aber dringend auf Mehreinnahmen angewiesen.»

Für den zuständigen Gemeinderat Cyrill Wiget kommt eine Anhebung der Eintrittspreise im Hinblick auf die Eröffnung der neuen Badi nicht in Frage. «Wir haben der Bevölkerung im Vorfeld der Abstimmung zur neuen Badi zugesichert, dass die Tarife vorerst nicht angehoben werden», so Wiget.

Seine Devise: «Lieber einen fairen Preis, dafür mehr Eintritte verkaufen.» Wiget rechnet dank der neuen Badi mit mehr Besuchern und dadurch mit jährlichen Mehreinnahmen von bis zu 100'000 Franken. Spezielle Einheimischentarife bezeichnet Wiget als «Gärtlidenken». Die Idee passe nicht zu dem, wovon immer gesprochen werde und was insbesondere die Stadt Luzern regelmässig predige: nämlich dass man sich als eine gemeindeübergreifende Region verstehen solle.

Susanne Balli

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