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AUSZEICHNUNG: 50'000 Franken für den Kampf für Kinderrechte

Rolf Widmer, der sich weltweit für die Rechte von Kindern und Jugendlichen einsetzt, erhält den Hans-Erni-Preis. Es ist eine der bestdotierten Auszeichnungen der Schweiz.
Rolf Widmer (Bild: PD)

Rolf Widmer (Bild: PD)

Der Sozialpädagoge und Ökonom Rolf Widmer erhält den mit 50000 Franken dotierten Hans-Erni-Preis. Der Preisträger setze sich «mit Vehemenz» für das Recht von Kindern und Jugendlichen ein, damit sie «unabhängig von ihrem Status berufliche und soziale Perspektiven entwickeln können, die ihren individuellen Fähigkeiten entsprechen». Dies teilte die Hans-Erni-Stiftung mit.

Der Hans-Erni-Preis wird zum dritten Mal verliehen. Erste Preisträger waren 2009 der Kulturingenieur Lucas Beck und der Umweltwissenschafter Tobias Siegwart für ihre Vermittlung bei Wasserkonflikten in Asien und Afrika. 2013 ging der Preis an ­Daniel Schwartz und Andreas Seibert für ihre Fotoarbeiten in den Wachstumsregionen Asiens.

Zum 100. Geburtstag von Hans Erni lanciert

Mit einer Preissumme von 50000 Franken gehört der Hans-Erni-Preis zu den bestdotierten Auszeichnungen der Schweiz. Verliehen wird er von der Hans-Erni-Stiftung. Der Luzerner Kunstmaler Hans Erni (1909–2015) gründete diese im Jahr 1976. Gemäss dem heutigen Stiftungspräsidenten Karl Bühlmann stattete Hans Erni die Stiftung damals mit einem Startkapital aus, das in der Folge durch weitere Spenden geäufnet wurde. Mit den Erträgen aus dem bis heute angewachsenen Stiftungsvermögen werden unter anderem die Veranstaltungen und Publi­kationen im Hans-Erni-Museum ­finanziert sowie zu einem Teil der Betriebsaufwand des Hauses, das sich im Verkehrshaus der Schweiz befindet, subventioniert.

Der Preis wurde 2009 zu Hans Ernis 100. Geburtstag lanciert. Er zeichnet fortschrittlich denkende und handelnde Personen aus, «die für Gerechtigkeit und Frieden einstehen, sich für die Erhaltung einer gesunden Umwelt einsetzen und sich nachhaltig gesellschaftlicher Fragen annehmen». Mitglied der Stiftung ist auch Doris Erni, die Witwe des Künstlers. Der Preis wird in unregelmässigen Abständen verliehen. Eine unabhängige Jury erkürt die Preisträger. Vorsitzender war diesmal Thomas Bernauer, Professor für internationale Politik an der ETH Zürich.

Der diesjährige Preisträger Rolf Widmer wurde 1950 in Basel geboren und lebt heute bei Genf. Er leitet seit über 40 Jahren den Verein Tipiti, der Kinder und Jugendliche in schwierigen Lebenssituationen begleitet. Als ehemaliger Leiter des Internationalen Sozialdienstes initiierte er Projekte, um jungen migrationsgefährdeten Jugendlichen und Kindern Perspektiven in ihren Heimatländern zu ermöglichen.

Spielplätze für syrische Flüchtlingskinder

Widmer weilt zurzeit im Rahmen eines Entwicklungsprojekts in Asien. «Der Preis ist eine Anerkennung für unser Engagement, entwicklungsfördernde Rahmenbedingungen für Kinder und Jugendliche zu entwickeln, die nicht in ihrer eigenen Familie aufwachsen können oder deren Familien in der Betreuung ihres Kindes auf kontinuierliche Begleitung angewiesen sind», schreibt er auf Anfrage unserer Zeitung. Das Preisgeld werde er als Grundkapital einem Fonds zuweisen. Dieser soll jungen Menschen unabhängig ihrer Herkunft und gesellschaftlicher Stellung den Zugang zu einer Ausbildung ermöglichen. Weitere Projekte seien der Aufbau eines Ausbildungsdorfes für junge alleinerziehende Mütter in Burkina Faso sowie die Einrichtung von betreuten Spielplätzen im Libanon für syrische Flüchtlingskinder.

Die Preisübergabe findet am 26. November im Hans-Erni-­Museum im Verkehrshaus statt. Dort wird am 27. November auch die Ausstellung «Zwischen Appenzell und Ouagadougou» eröffnet. Sie zeigt Geschichten junger Menschen aus vielen Ländern in kurzen Videoclips und erzählt von Widmers Projekten zwischen Appenzell und Osteuropa, Zurich und Westafrika.

Hugo Bischof

hugo.bischof@luzernerzeitung.ch

Hinweis

«Zwischen Appenzell und Ouagadougou» ist vom 27. November bis Sommer 2018 im Hans-Erni-Museum in Luzern zu sehen.

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