AUSZEICHNUNG: Alois Koch erhält einen päpstlichen Orden

Der langjährige Rektor der Musikhochschule Luzern und Leiter des Collegium Musicum an der Jesuitenkriche erhält den päpstlichen Gregorius-Orden. Es handelt sich um die höchste Auszeichnung, die der Vatikan an Laien vergibt.

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Alois Koch am Klavier. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Alois Koch am Klavier. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Am 1. September 1831 stiftete Papst Gregorius XVI. diesen Orden; er benannte ihn nach Papst Gregorius I., der den Ehrentitel «der Grosse» trägt. In seinem Begleitschreiben zur Ordensverleihung, die am Sonntag um 17 Uhr in der Luzerner Jesuitenkirche stattfindet, würdigt der Bischof von Basel, Kurt Koch, den Geehrten als «äusserst engagierten, vielseitigen und der Kirche loyal verbundenen Kirchenmusiker». Er gibt ihm das Wort des indischen Weisen Tagore auf den Weg, der sagt: «Gott achtet mich, wenn ich bete, und er liebt mich, wenn ich singe oder musiziere.»

Zahlreiche Stationen im Lebenslauf
Alois Koch wirkte nach staatlichen Diplomabschlüssen (Orgel, Dirigieren) und der Promotion in Musikwissenschaft als Dirigent in verschiedenen Schweizer Städten (Wettingen: Schola Cantorum Wettingensis, Glarus: Glarner Kammerchor und Glarner Kammerorchester, Zürich, Winterthur). 1973 übernahm er einen Lehrauftrag für Chorleitung und Dirigieren an der Musikakademie Luzern, 1982 die Leitung des Akademiechores und des Collegium Musicum der Jesuitenkirche Luzern. Von 1991 bis 1998 leitete er zudem als Domkapellmeister den Chor der St. Hedwigs-Kathedrale und die Domkapelle in Berlin. Von 1987 bis 2001 war er Direktor der Akademie für Schul- und Kirchenmusik Luzern; seit 2001 war er Rektor der Musikhochschule Luzern und unterrichtete als Titularprofessor an der Universität Luzern.

Zahlreiche Tonaufnahmen
Alois Koch ist als Dirigent im In- und Ausland tätig, regelmässig auch in Konzerten des Lucerne Festival und im Rahmen der Mozart-Tage Luzern. Zahlreiche Rundfunkaufnahmen und CD-Aufnahmen dokumentieren sein künstlerisches Schaffen. 1998 erhielt er den Kunst- und Kulturpreis der Stadt Luzern. Als Rektor der Musikhochschule – der er weiterhin als Dozent verbunden bleibt – wurde er 2008 von Stephan Siegenthaler abgelöst. Die neue Kirchenmusikdirektorin an der Jesuitenkirche ist Elisabeth Zawadke, Dozentin für Orgel an der Hochschule Musik. Pascal Mayer löst Alois Koch als Chef und Dirigent des Collegium Musicum ab.

scd