AUTOBAHNUNFALL: Todesfahrer: Krankheit war seit 2006 bekannt

Der Todesfahrer von Emmen ist wegen Schizophrenie vermindert schuldfähig. Recherchen zeigen: Es gab schon vor dem Unfall Alarmzeichen.

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Die Unfallstelle, einen Tag nach dem fatalen Ereignis. (Bild Eveline Bachmann/Neue LZ)

Die Unfallstelle, einen Tag nach dem fatalen Ereignis. (Bild Eveline Bachmann/Neue LZ)

Bislang war unklar, weshalb der Autolenker, der 2007 in Emmen vier Personen totgefahren hat, seinen Fahrausweis schon 2006 abgeben musste. Jetzt zeigen Recherchen unserer Zeitung: Schon etwas über ein Jahr vor dem tödlichen Unfall musste der Autofahrer seinen Ausweis wegen Verdachts auf Schizophrenie abgeben.

Am 6. Februar 2006 wurde beim Mann eine paranoide Schizophrenie diagnostiziert. Am 7. Juni 2006, also ein Jahr vor dem Horrorunfall, erhielt der spätere Todesfahrer seinen Fahrausweis zurück unter der Auflage, dass er künftig keinen Alkohol konsumieren dürfe. Ab April 2007 setzte der Mann seine Medikamente, die er gegen Schizophrenie einnehmen musste, ab. Ende April kaufte er sich das Auto, mit dem er zwei Monate später den Unfall bauen sollte. 13 Tage vor seiner Irrfahrt, am 15. Juni, erzählte er einem Psychologen, dass er wieder öfters Stimmen höre – typische Symptome einer paranoiden Schizophrenie.

Emanuel Thaler

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Luzerner Zeitung.